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Uterus myomatosus (Myome): Symptome und Diagnose

Die Myome genannten Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur sind in den allermeisten Fällen gutartiger Natur, das heißt, sie können nicht metastasieren oder streuen. Sie sind sehr häufig und sind oft völlig symptomlos.

  • submucöse Myome liegen in der Gebärmutterhöhle direkt unter der Gebärmutterschleimhaut;
  • intramurale Myome liegen in der Gebärmutterwand;
  • subseröse Myome befinden sich außen an der Gebärmutteroberfläche.


Welche Beschwerden Myome verursachen, hängt von ihrer Lage ab. Die submucösen Myome machen schon bei kleiner Größe Blutungsstörungen, insbesondere verstärkte Blutungen. Myome in der Gebärmutterwand bedingen gerne schmerzhafte Monatsblutungen. Myome an der Oberfläche können lange wachsen, ohne Beschwerden zu machen, bis sie sich durch Druck auf die Nachbarorgane bemerkbar machen.

Manchmal verhindern Myome den Eintritt einer Schwangerschaft oder lösen Fehlgeburten aus.

Größere Myome können bei der gynäkologischen Untersuchung getastet werden. Bei der Ultraschalluntersuchung fallen schon kleinere Myome auf. Bei unklaren Befunden kann eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) oder eine Bauchspiegelung (Laparoskopie/Pelviskopie) weiter helfen. Dabei können die Myome auch entfernt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Myome, die keine Beschwerden machen, müssen meist nicht behandelt werden. Falls eine gewünschte Schwangerschaft nicht eintritt oder Fehlgeburten durch Myome bedingt sind, ist eine Entfernung jedoch sinnvoll. Ebenso bei auftretenden Blutungsstörungen oder Schmerzen und bei ungebremstem Größenwachstum. Fast immer ist eine Entfernung durch minimal-invasive OP-Technik (per Bauchspiegelung oder per Gebärmutterspiegelung) möglich. Die Gebärmutter kann dabei erhalten werden. Wenn Myome groß und zahlreich vorhanden sind und/oder kein Kinderwunsch besteht, kann die Entfernung der Gebärmutter sinnvoll sein.

Durch medikamentösen Hormonentzug (z.B. durch GnRH-Analoga oder Ulipristalacetat) können Myome kleiner werden. Nach Absetzen der Behandlung kommt es jedoch wieder zum Wachstum. Durch diese Behandlung können nur in Einzelfällen die Voraussetzungen für eine Operation verbessert werden, daher setzen wir den Hormonentzug kaum noch ein. Neben der operativen Behandlung kann man zur Therapie der Myome auch fokussierten Ultraschall oder eine Myomembolisation anbieten.