Den Kommunikationsfaden wieder aufnehmen

Zweites Ehemaligentreffen des KIO-Projekts am 4. September 2018 in neuem Format

Der Titel des ESF-Projekts „Vernetzte Personalentwicklungsstrukturen im Krankenhaus: Kommunikation + Information = Organisation“ (KIO), das seit August 2016 am Gesundheitszentrum Wetterau zusammen mit der Business Academy Marburg als Projektträger durchgeführt wird, verdeutlicht den großen Stellenwert von tragfähigen Kommunikations- und Informationsstrukturen. Diese sind eingebettet in ein umfassendes Personalmanagement, das sich im Rahmen des Projektes stetig weiterentwickelt und mit dem Ziel einer lernförderlichen und lernoffenen Unternehmenskultur arbeitet.

Während der insgesamt sechs Module stärken die Teilnehmenden ihre Kommunikations-, Selbstmanagement- und Projektmanagementkompetenzen und erhalten Einblicke in den Ablauf von Veränderungsprozessen in Organisationen. Sie lernen, sich aktiv in die anstehenden Veränderungsprozesse einzubringen, und erkennen die Bedeutung von lebensbegleitendem Lernen für die eigene Weiterentwicklung und die des Krankenhauses.
Die vorhandenen Kommunikationsstrukturen haben sich durch die Teilnahme am KIO-Projekt bisher sehr verbessert, Abläufe und Ansprechpartner wurden aufbereitet und Kommunikationskompetenzen für Mitarbeitende aller Berufsgruppen und Hierarchieebenen ausgebaut.
 
Das Ehemaligentreffen, das bei seiner ersten Durchführung noch Alumnitreffen hieß, fand am 4. September 2018 in neuem Format, außerhalb der Klinikräumlichkeiten und nach Feierabend, im Wintergarten des Sportparks Bad Nauheim statt. Ziel war es, den Kommunikationsfaden, der in KIO begonnen wurde, wieder aufzunehmen, ehemalige Gruppenmitglieder von anderen Standorten wiederzusehen oder neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen (aufgrund der regional breiten Streuung einzelner GZW-Standorte ist dies ein wichtiger Aspekt).

Neben der Gruppe der ehemaligen KIO-Teilnehmenden waren auch Dr. Fellermann (Geschäftsführer GZW), Jutta Engeland (Projektlotsin GZW) und Katharina Nicolai (Projektteam BAM) anwesend. In bewusstem „Stammtisch-Charakter“ wurde eine offene Atmosphäre zum gemeinsamen Austausch geschaffen, die KIO-Teilnahme reflektiert und gemeinsam über nächste Schritte am GZW gesprochen. Das Ehemaligentreffen ist für alle bisher abgeschlossenen KIO-Gruppen (Gruppen 1 – 7) geöffnet.

In den Gesprächen ist deutlich zu Tage getreten, dass sich die KIO-Ehemaligen ihrer Rolle als Multiplikatoren und „Botschafterinnen und Botschafter“ für die Bedeutung von Personalentwicklung sehr bewusst sind. Sie setzen sich in ihrem Team und auf ihren Stationen und Abteilungen aktiv für einen Wandel des Lernbewusstseins ein. Eine ehemalige Teilnehmerin formulierte dazu sehr treffend die Wichtigkeit des ESF-Projekts. Es müssten sich möglichst viele Mitarbeitende an KIO beteiligen, um den Leitgedanken von KIO, hierarchie- und berufsgruppenübergreifend zu lernen und durch Lernen Veränderungen zu gestalten, ins gesamte Unternehmen zu tragen. Solche Veränderungen entstünden zunächst einmal im Kleinen und hätten dann jedoch die Chance, durch eine Bündelung der Aktivitäten zu wachsen und zu seiner strategischen Leitlinie zu werden. Die Rolle der Personalentwicklung könne auf diese Weise immer mehr ins Bewusstsein aller GZW-Mitarbeiter rücken.

Veranstaltungen wie das KIO-Ehemaligentreffen sind sehr wertvoll, um die Entwicklung nachhaltiger Unternehmensstrukturen auch über das Projektende hinaus fortzuführen und die Sensibilisierung für eine neu gedachte Personalentwicklung bei allen Mitarbeitenden zu fördern. Nun freuen sich alle Teilnehmenden auf das nächste Ehemaligentreffen, das in der ersten Jahreshälfte 2019 stattfinden soll.