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Donnerstag 16. März 2017 Alter: 6 yrs
Kategorie: News

Krebsvorsorge auf höchstem Qualitätsstandard


Freuen sich über die Bescheinigung des Qualitätsstandards der Dysplasie-Sprechstunde der Frauenklinik am Hochwaldkrankenhaus (von links): Funktionsoberärztin Dr. med. Franziska Seyboth, Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh und Assistenzärztin Katja Luchmann.

Fachgesellschaft zertifiziert Dysplasie-Sprechstunde der GZW-Frauenklinik am Hochwaldkrankenhaus

(HR) Große Freude beim Team der Frauenklinik des GZW am Hochwaldkrankenhaus: Der seit 2014 bestehenden Dysplasie-Sprechstunde zur Früherkennung von Genitalkrebs, die 2015 von Funktionsoberärztin Dr. Franziska Seyboth übernommen und seitdem kontinuierlich ausgebaut worden war, wurde jetzt der höchste Qualitätsstandard bescheinigt – in einer personengebundenen Zertifizierung der AG CPC (Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie), die den Erfolg der intensiven Arbeit zur Umsetzung neuester Standards in Diagnostik und Therapie bewertet hat.
 
Dysplasien sind Zellveränderungen bzw. Krebsvorstufen. Sie lassen sich bei gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen durch Abstriche erkennen und werden entweder durch Infektionen oder Zellveränderungen verursacht, die sich häufig von allein wieder zurückbilden. Manchmal bleiben die Zellveränderungen jedoch bestehen; dies birgt das Risiko einer Krebsentwicklung. Dann ist es erforderlich, die Dysplasien zu entfernen.

„Neben einer exakten, zielgerichteten Diagnostik und dem Erstellen eines individuell angepassten Therapiekonzeptes liegt unserem Dysplasieteam insbesondere der einfühlsame Kontakt mit der Patientin am Herzen. Diese fühlen sich durch die Diagnose häufig äußert belastet und beunruhigt“, weiß Dr. Seyboth. „In den allermeisten Fällen sind Krebsvorstufen im Genitalbereich aber gut behandelbar, der Übergang in eine invasive Krebserkrankung kann bei frühzeitiger Erkennung fast immer vermieden werden.“.

Im seltenen Fall einer Krebsdiagnose biete die Struktur der von Chefarzt Dr med. Ulrich Groh geleiteten Frauenklinik mit ihrer direkten Anbindung an das zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung; die weitere Betreuung der Patientin durch den bereits aus der Dysplasie-Sprechstunde bekannten Arzt sei gewährleistet.
 
Schon jetzt hat die Frauenklinik wieder Zukunftspläne. „Wir streben die Erweiterung unserer Sprechstunden- und Operations-Kapazität an, so dass wir zukünftig noch mehr Patientinnen helfen können“, erläutert Chefarzt Dr. Groh. Auf das geplante Zervixkarzinom-Screening, das in Deutschland analog zum Mammographie-Screening (zur Brustkrebs-Früherkennung) spätestens 2019 vermutlich für alle Frauen ab 30 Jahren eingeführt werden soll, sei die Frauenklinik Bad Nauheim dank der Zertifizierung der Dysplasie-Sprechstunde bereits jetzt hervorragend gerüstet, betonte Dr. Groh.