< Aufklärungsbus kommt nach Bad Nauheim
Sonntag 01. Juli 2018 Alter: 16 days

Etliche Besucher mit ernsten Befunden

Positives Fazit nach Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ im Wetteraukreis – Für die GZW-Beteiligten feiern kleines Jubiläum


Der Schlaganfallbus am Aliceplatz in Bad Nauheim, wo ihm Bürgermeister Klaus Kreß einen Besuch abstattete

… auf dem Schlossplatz in Butzbach

… vor dem Bürgerhaus in Nidda

… vor dem Bürgerhaus in Ortenberg. Hier nutzten auch mehrere Kommunalpolitiker die Möglichkeit zur Information.

Wetteraukreis (HR) Zwei Besucher mit behandlungsbedürftigen Verengungen der Halsschlagader (Carotisstenosen), zwei Personen, die kurz zuvor eine Transitorische Ischämische Attacke (TIA) erlitten hatten, wie sie häufig einem gravierenden Schlaganfall vorausgeht, und die daraufhin direkt in die Stroke Units nach Bad Salzhausen bzw. Friedberg eingewiesen wurden, mehrere Gäste mit vorher nicht bekanntem manifestem Diabetes mellitus sowie ein Mann, dem auf besonderen Wunsch an Ort und Stelle im Rettungswagen eine Zecke entfernt wurde – auch in diesem Jahr hatten die an der von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe gemeinsam mit Boehringer Ingelheim organisierten Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ beteiligten Ärzte des GZW alle Hände voll zu tun. Für sie war es die fünfte Tour und damit ein kleines Jubiläum. 

Insgesamt nutzten an den vier Standorten Nidda, Ortenberg, Butzbach und Bad Nauheim 320 Frauen und Männer die Möglichkeit, sich über ihre individuellen Schlaganfall- und Diabetes-Risiken zu informieren und ihre persönliche Situation auch gleich checken zu lassen. Unterstützt wurden Prof. Dr. Tibo Gerriets, Chefarzt der Stroke Unit am Bürgerhospital Friedberg, Dr. Michael Eckhard, Chefarzt der GZW Diabetes-Klinik Bad Nauheim, und der Kardiologe Prof. Dr. Reinhard Voss, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Kreiskrankenhaus Schotten, durch den von Amtsarzt Dr. med. Reinhold Merbs koordinierten Rettungsdienst. Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes beziehungsweise der Johanniter Unfallhilfe unterstützten das GZW-Team an den jeweiligen Standorten.

Auch die diesjährige Tour habe gezeigt, dass die bundesweite Aufklärungskampagne als niedrigschwelliges Angebot Menschen anlocke, die den Weg zu ihrem Hausarzt scheuten oder die noch keine beunruhigenden Symptome an sich festgestellt hätten. „Genau dies ist der Sinn dieser Tour, und die Zahl der Befunde bestärkt uns darin, auch in den kommenden Jahren weitere Touren durchzuführen“, erklärten Prof. Gerriets, Dr. Eckhard und Prof. Voss. Ihr Dank galt Sigrun Schmidt als Vertreterin von Boehringer Ingelheim, die die dreitägige Tour durch Vogelsberg und Wetterau mitgemacht hatte, Melanie Schol, Arzthelferin der Neurologischen Praxis am Hochwald, für etliche Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagadern sowie Oberarzt Stephan Schneider (Diabetes-Klinik), Dr. med. Isabel Martin und Dr. med. Helga Fink vom Diabeteszentrum Mittelhessen und den Diabetesberaterinnen, die ebenfalls eifrig Hand anlegten.

Der Schlaganfall ist nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich sind 270.000 Menschen neu davon betroffen. Ursachen für den Schlaganfall sind unter anderem Vorhofflimmern und Diabetes mellitus. Nachdem das Diabetes-Team des GZW aus der Diabetes-Klinik Bad Nauheim und dem Diabeteszentrum Mittelhessen vor drei Jahren die damalige „Schlaganfall-Tour“ erstmals aktiv begleitet hatte, wird seit 2016 die Aufnahme der Diabetes-Aufklärung bei allen Stationen der Tour bundesweit verbindlich vorgesehen und die Tour nun unter dem Motto „Herzenssache Lebenszeit“ durchgeführt.  

Details zum Schlaganfall, seinen Ursachen und Symptomen finden sich in einer achtseitigen Broschüre, die das GZW aufgelegt hat und die unter dem Menüpunkt „Unter uns/Download-Center“ von der GZW-Internetseite (www.gz-wetterau.de) als PDF-Dokument heruntergeladen werden kann.