< Etliche Besucher mit ernsten Befunden
Freitag 06. Juli 2018 Alter: 11 days

Moritz Franz ist das 500. Baby in diesem Jahr

Junger Langenhainer verschläft Rummel um seine Person – Jubiläumsgeburt vier Tage früher als im vergangenen Jahr


Sarah Goedecke und Dominic Walter Lugner sind stolz auf ihren kleinen Moritz Franz. Mit ihnen freuen sich (hinten von links) Kinderkrankenschwester Silke Hirsch, Hebamme Franziska Matthies und Assistenzärztin Nina Hollwegs.

(HR) Bad Nauheim. Moritz Franz ist die Hauptperson, doch der junge Langenhainer tut das, was man (nur) in diesem Alter darf: Er verschläft den Rummel um seine Person ebenso wie das Kamerablitzlicht, und alle finden ihn „einfach süß“. Am 3. Juli kam der Wonneproppen bei der 500. Geburt dieses Jahres im Hochwaldkrankenhaus zur Welt, mit 56 Zentimeter Körperlänge, einem Kopfumfang von 36 Zentimetern und einem Geburtsgewicht von 3528 Gramm.

Mit seiner Geburt setzt sich der Trend des Anstiegs bei den Geburtenzahlen im Hochwaldkrankenhaus fort. Im vergangenen Jahr, in dem erstmals seit 2000 mehr als 1000 Geburten im Bad Nauheimer Kreißsaal gezählt worden waren, hatte man die 500. Geburt erst am 7. Juli verzeichnet.

Moritz Franz‘ glückliche Eltern Sarah Goedecke und Dominic Walter Lugner freuen sich vor allem darüber, dass ihr erstes Kind gesund und munter ist und es mit dem Stillen auch schon ganz gut klappt. Die 29-jährige Thüringerin hatte es vor Jahren aus beruflichen Gründen zunächst in die südliche Wetterau verschlagen. Hier lernte sie den gleichaltrigen Wetzlarer kennen, der als Produktionsarbeiter in einem Betonwerk beschäftigt ist. Das junge Paar fand eine Wohnung im Ober-Mörler Ortsteil Langenhain-Ziegenberg, Sarah Goedecke, gelernte Einzelhandelskauffrau, arbeitet seither in Usingen. Nun allerdings wird sie erst einmal mindestens ein Jahr lang zu Hause bleiben und sich um ihre junge Familie kümmern.

Chefarzt Dr. Ulrich Groh führt den kontinuierlichen Anstieg der Geburtenzahlen auch auf die inhaltliche Ausrichtung der geburtshilflichen Abteilung zurück. Mit der Zertifizierung als babyfreundliches Krankenhaus durch Unicef und die Weltgesundheitsorganisation WHO habe man sich ganz bewusst für eine moderne, familienzugewandte Geburtshilfe entschieden, die auf eine enge Bindung des Neugeborenen an Mutter und Vater von Anfang an setze. Der inhaltlichen Ausrichtung entsprechend, seien Kreißsäle und Patientinnenzimmer familienfreundlich umgestaltet worden.

Eine einladende Atmosphäre, intensive Betreuung und die gute Beratung durch speziell geschulte Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte sowie der Ausbau des Hebammenkreißsaals überzeugten viele junge Eltern. Ein Übriges tue die „Baby App Bad Nauheim“, die man sich kostenlos aus dem Internet herunterladen könne. Sie biete viele Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt und zudem den Service, sich online für die zahlreichen unterschiedlichen Kurse des Elternzentrums der geburtshilflichen Abteilung am Hochwaldkrankenhaus anzumelden. Dies komme bei modernen Frauen besonders gut an.

Auf die Versorgung mit Fachpersonal wie Hebammen hat sich laut Dr. Groh insbesondere die Öffnung des Hebammenkreißsaals sehr positiv ausgewirkt, der viel zitierte Hebammenmangel sei im Hochwaldkrankenhaus kein Thema mehr. „Das Interesse von Hebammen ist groß, sich hier engagiert einzubringen, und die Kooperation mit der Fachhochschule Fulda ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt“, berichtete er. Immer – auch nachts – seien zwei Hebammen im Dienst, und die übergreifende Leitung von Kreißsaal und Geburtshilfe lasse die Zahnräder von Kreißsaal und Station im Interesse der Familien noch besser ineinandergreifen. „Die Geburt ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Wir möchten Eltern und Kind dabei bestmöglich begleiten“, so Dr. Groh.

Sarah Goedecke, Dominic Walter Lugner und der kleine Moritz Franz fühlen sich im Hochwaldkrankenhaus bestens aufgehoben. Noch bis Samstag durften sie sich auf der Entbindungsstation umsorgen lassen, dann begann der Alltag als junge Familie im eigenen Heim. Unterstützung gibt es natürlich von den stolzen Großeltern; die frisch gebackene Oma aus Thüringen ist bereits angereist.