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Dienstag 31. Juli 2018 Alter: 17 days

Bewährte Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Brustzentrum Bad Nauheim vereinbart Fortdauer der Kooperation mit auf Brustrekonstruktion spezialisierten plastischen Chirurgen


Dr. Gisbert Holle

Dr. Oliver Wingenbach

Dr. Alberto Peek

(HR) Bad Nauheim. Auch künftig wird das Brustzentrum Bad Nauheim mit den plastischen Chirurgen Dr. Gisbert Holle, Dr. Oliver Wingenbach und Dr. Alberto Peek kooperieren, die jetzt in zwei Praxen in Frankfurt tätig sind. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Zusammenarbeit mit beiden Praxen zu vereinbaren und so den Patientinnen unseres Brustzentrums die fachliche Expertise der drei Ärzte weiterhin zu sichern und auszuweiten“, betonte GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann nach der Vertragsunterzeichnung in einer Pressemitteilung.

Wie kaum eine andere Erkrankung ist Brustkrebs dazu angetan, das Lebensgefühl, das Körpergefühl und damit auch das Selbstwertgefühl der Patientinnen zu beeinträchtigen. Das zertifizierte Brustzentrum des GZW am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim ist eines der größten Brustzentren in Hessen. Im vergangenen Jahr wurde hier bei 348 Frauen Brustkrebs erstmals diagnostiziert, 323 Primärfälle wurden operiert. Das von Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh geleitete Team legt großen Wert auf eine umfassende, psychotherapeutische Beratungen einschließende Betreuung der Frauen, um die Krankheitsverarbeitung zu unterstützen und die seelischen Folgen der Erkrankung überwinden zu helfen.

Mit im interdisziplinären Team sind als Kooperationspartner drei plastische Chirurgen, die auf den Wiederaufbau der Brust spezialisiert sind. Gemeinsam mit dem senologischen Team des Brustzentrums stellen sie das umfassende Angebot der körperlichen Wiederherstellung mittels Brustrekonstruktionen aus Eigengewebe aus der Bauch- und Gesäßregion sicher.

In den letzten Jahrzehnten ist der Anteil der an Brustkrebs erkrankten Frauen, denen die Brust entfernt werden musste, auf unter 25 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür sind neben modernen Operationstechniken das bundesweite Mammografie-Screening-Programm sowie die verbesserten Diagnosemethoden. „Je früher eine Brustkrebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen“, erläutert Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh.

Ist allerdings der Tumor im Verhältnis zur Brust zu groß oder bereits in Haut beziehungsweise Brustwarze eingewachsen oder treten mehrere Tumoren an unterschiedlichen Stellen der Brust auf, wird in der Regel eine Entfernung der Brust notwendig. „Auch eine solche Operation wird heute sehr viel schonender durchgeführt als dies noch vor einigen Jahren der Fall war, die Brustmuskulatur bleibt unberührt“, hob Dr. Groh hervor. Dies sei eine hervorragende Grundlage für einen Wiederaufbau der Brust entweder mit Hilfe von Implantaten oder aber durch eine Rekonstruktion mit Eigengewebe. Als Vorteile der Rekonstruktion aus Eigengewebe nannte der Chefarzt die dauerhafte Haltbarkeit sowie die Natürlichkeit der Brust. Gewonnen werde das Eigengewebe aus Bauch oder Gesäß, und zwar nicht durch Absaugung, sondern durch die Entnahme von Haut- und Unterhautfettgewebe einschließlich der Blutgefäßverbindungen.

„Mikrochirurgische Eigengewebsrekonstruktionen mit Gefäßanschluss sind diffizil. Seit 2009 kooperiert unser Team dafür mit den plastischen Chirurgen Dr. Holle, Dr. Wingenbach und Dr. Peek, die auf diesem Spezialgebiet zu den erfahrensten Operateuren Deutschlands zählen“, so Dr. Groh. Mit der neuen vertraglichen Vereinbarung sei sichergestellt, dass die Kooperation fortbestehe und das Brustzentrum Bad Nauheim seinen Patientinnen auch künftig entsprechende Operationen anbieten könne.

Weitere Informationen zur Operation bei Brustkrebs beziehungsweise zu den Möglichkeiten der Brustrekonstruktion finden Interessierte auch im Internet unter www.gesundheitszentrum-wetterau.de/90.