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Donnerstag 04. April 2019 Alter: 16 days

Ab August einjährige Pflegeausbildung möglich

Neu in der Theodora-Konitzky-Akademie: Krankenpflegehilfeschule und Duales Studium Hebammenkunde gemeinsam mit Hochschule Fulda


Ansprechend frisch: Der neue Internetauftritt der Theodora-Konitzky-Akademie.

Mit dem Umzug in den Sprudelhof wird sich die Zahl der Ausbildungsplätze der Theodora-Konitzky-Akademie noch einmal erhöhen.

Der Aufsichtsplan zeigt die Lage der künftigen Akademie im Sprudelhof.

Bad Nauheim (HR). Die Zahlen sind dramatisch: Ausweislich einer Studie des WiFOR-Instituts Darmstadt werden die stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens in der Rhein-Main-Region im kommenden Jahr 2020 mehr als 58.000 Pflegefachkräfte benötigen. Verfügbar sind aber nur gut 47.000, was bedeutet, dass jede fünfte der vorhandenen Stellen nicht besetzt werden kann. Für 2030 wird sogar ein Mangel von 30.000 Fachkräften alleine im Rhein-Main-Gebiet prognostiziert. Mit dem quantitativen und qualitativen Ausbau der Theodora-Konitzky-Akademie stemmt sich das Gesundheitszentrum Wetterau gegen den Fachkräftemangel – und hat dabei schon wichtige Erfolge erzielt.

Seit ihrer Gründung 1997 als eine der ersten Verbundkrankenpflegeschulen Deutschlands hat die TKA mit ihren insgesamt 120 Plätzen jährlich bis zu 40 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet. Die Praxisphasen ihrer dreijährigen Ausbildung, die mit dem Staatsexamen abgeschlossen wird, absolvieren die Schülerinnen und Schüler in den drei Häusern des GZW (Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Bürgerhospital Friedberg, Kreiskrankenhaus Schotten) sowie in der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim. Seit 1. April 2019 geht dies auch wieder im Mathildenhospital Büdingen, das sich nach einer mehrjährigen Zwischenphase dem Ausbildungsverbund erneut angeschlossen hat. Zum Leistungsspektrum der TKA gehört zudem seit vielen Jahren die Ausbildung von Praxisanleiterinnen und -anleitern.

Ab dem 1. August 2019 kommen nun 15 Ausbildungsplätze hinzu: Vor wenigen Wochen genehmigte das Regierungspräsidium Darmstadt der TKA die Einrichtung einer Krankenpflegehilfeschule. Ihr Angebot wendet sich an junge Leute, denen die klassische dreijährige Ausbildung zu lange dauert, die früher in die Berufspraxis einsteigen wollen. Auch ihre einjährige Ausbildung als Krankenpflegehelfer/in endet mit einem Staatsexamen.

Gemeinsam mit dem Klinikum Hanau und der Hochschule Fulda bietet die TKA außerdem das duale Studium Hebammenkunde an, das mit dem Bachelor of Science abschließt. Wer über die Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Schulabschluss verfügt und ein Vorpraktikum absolviert hat, lernt in sechs Semestern alles rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt, absolviert im 7. Semester die Ausbildung zur Hebamme und macht im 8. Semester seinen Bachelor.

Für GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann sind dies wichtige Zwischenetappen auf dem weiteren Weg der TKA. Mit dem Umzug in den Sprudelhof soll die Zahl der Ausbildungsplätze für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen um 40 auf 160 erhöht werden, die der Krankenpflegehelfer/innen um 30 auf 45. Neue Plätze sollen außerdem geschaffen werden zur Ausbildung von Operationstechnischen Assistent(inn)en (OTA) und Anästhesietechnischen Assistent(inn)en (ATA). Auch die digitale Medienkompetenz in der Pflegebildung soll gefördert werden. Bereits 2020 ist in der TKA zusätzlich die Weiterbildung zur Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivpflege geplant.

„Wir setzen auf Ausbildung, wir setzen unsere Pläne kurzfristig um und wir tun damit alles in unserer Macht Stehende gegen die Verschärfung des Fachkräftemangels“, betonte er. Mit der Integration des Skills-Lab-Konzepts einschließlich Simulationspatienten in den fachpraktischen Unterricht setze die TKA die Anforderungen des ab 2020 gültigen Pflegeberufegesetzes um und bereite die Schülerinnen und Schüler optimal auf ihren Berufsalltag vor, in dessen Mittelpunkt immer der zugewandte Umgang mit Menschen stehe.   
Wer sich für die Arbeit der Theodora-Konitzky-Akademie oder eine Ausbildung dort interessiert, kann sich auf der kürzlich freigeschalteten, vollständig überarbeiteten Homepage der TKA informieren (www.tka-badnauheim.de).