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Dienstag 30. April 2019 Alter: 19 days

Internationaler Hebammentag am 5. Mai: Spitzenausbildung für perfekten Start ins Leben

Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim startet Duales Studium Hebammenkunde in Kooperation mit Hochschule Fulda und Hanauer Kliniken


(v.l.n.r.): Mike Racke, Leiter der Theodora-Konitzky Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau, Alexandra Kata, leitende Hebamme am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau, Jutta Berg, Pflegedirektorin am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau, Esther Klug, Geschäftsbereichsleiterin Pflege- und Stationsmanagement am Klinikum Hanau, Sonja Jens, Hebamme und stellvertretende Bereichsleitung Kreißsaal, und Margit Gründer, leitende Hebamme am Gesundheitszentrum Wetterau.

Bad Nauheim (HR). Wer weiß schon, dass eine Hebamme ohne Arzt einem Kind auf die Welt helfen darf, ein Arzt jedoch nie ohne Hebamme? Seit 1991 wird der internationale Hebammentag am 5. Mai in mittlerweile 50 Ländern begangen, um die gesellschaftliche Relevanz des Hebammenberufs einer möglichst breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen. Regional ist der 5. Mai 2019 zudem eine gute Gelegenheit für die Ankündigung eines zukunftsweisenden Projekts: In Kooperation mit der Hochschule Fulda bieten das Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, das Klinikum Hanau und das St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau ab Oktober 2019 werdenden Hebammen Ausbildung und Studium in Einem – und sind damit der Zeit ein gutes Stück voraus!

Ab dem 18. Januar 2020 soll die Akademisierung der Hebammenausbildung vollständig umgesetzt, die Berufsausbildung zur Hebamme nur noch über ein duales Studium möglich sein. Während an anderen Stellen noch über die konkrete Umsetzung nachgedacht wird und viele Fragen offen sind, ist die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Fulda und den drei ausbildenden Kliniken weit vorangeschritten. Sie bietet den Interessentinnen schon jetzt ein praxisnahes Konzept, das Examen und Bachelorabschluss bereits ab Oktober 2019 vereint. „Das Studium schafft eine tolle Verbindung zwischen Theorie und Praxis und gibt den Studierenden alles an die Hand, was sie später brauchen, um für eine individuelle Geburt in Sicherheit und Geborgenheit zu sorgen“, urteilt Dr. Dirk M. Fellermann, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau, zu dem das Hochwaldkrankenhaus gehört.

Theorie und Praxis: Vom Kinderwunsch bis zum Krabbeln

Die Arbeit von Hebammen beginnt oft schon beim Kinderwunsch und begleitet die werdenden Eltern bis zu ein Jahr nach der Geburt. Dabei läuft nicht immer alles reibungslos: Das Alter der werdenden Mütter steigt, damit auch die Zahl der Risikoschwangerschaften, und es kommen immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu. Auch darauf müssen die Auszubildenden in einem der ältesten Berufe der Welt vorbereitet werden. Deshalb hält das Studium neben neun Praxiseinsätzen ab dem zweiten Semester insgesamt 1.600 Theoriestunden bereit, die von Gynäkologie und Geburtshilfe, Anatomie, Physiologie, Psychologie und Mikrobiologie bis hin zu Gesetzes– und Staatsbürgerkunde sowie Qualitätssicherung alles abdecken.

„Die Studenten entscheiden sich für ein Mutterhaus, in dem sie während der acht Semester angestellt sind und einen Teil der Praxiseinsätze ableisten. Nach dem Bachelor stehen den Absolventen viele Karrierewege in Leitungspositionen oder Wissenschaft und Forschung offen“, so Margit Gründer, Leitende Hebamme in der geburtshilflichen Abteilung des Hochwaldkrankenhauses.
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Die Aufgaben einer Hebamme sind abwechslungsreich. Sie reichen von Schwangerenbetreuung und Geburtsvorbereitungskursen über Geburtsbegleitung bis hin zur Wochenbettbetreuung. Genauso vielfältig lässt sich auch das Arbeitsumfeld gestalten, als freiberufliche Hebamme, als Beleghebamme oder als Angestellte im multiprofessionellen Team einer Klinik.

Um Erfahrung in den unterschiedlichen Bereichen der Geburtshilfe zu sammeln, können die Studenten in den Praxiseinsätzen zwischen den drei Ausbildungshäusern wechseln und im außerklinischen Bereich Berufspraxis sammeln. „Besonders schön an unserer Kooperation finde ich, dass wir den angehenden Hebammen und Entbindungspflegern die Möglichkeit bieten, quasi jedes Level der klinischen Geburtshilfe kennenzulernen. Vom hebammengeführten Kreißsaal bei uns in Bad Nauheim reicht das Angebot über einen Regelversorger im St. Vinzenz Krankenhaus bis hin zum Perinatalzentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe mit Spezialisierung auf Mehrlings- und Frühgeburten am Klinikum in Hanau“, sagt Mike Racke, Leiter der Theodora-Konitzky-Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau.

Bewerbung noch bis 31. Mai 2019

Das duale Studium Hebammenkunde (B.Sc.) beginnt an der Hochschule Fulda jährlich zum Wintersemester, angeboten werden 30 Studienplätze. Jede der drei kooperierenden Kliniken bietet zwei Plätze an und vergütet ihre Studenten bereits ab dem ersten Semester. Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Nach dem siebten Semester absolvieren die Studentinnen das Examen zur Ausbildung als Hebamme, im achten Semester folgt dann der Bachelor of Science.

Interessierte können sich noch bis zum 31. Mai in einer der drei Kliniken um einen Ausbildungsplatz bewerben, weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite der Hochschule Fulda (www.hs-fulda.de) und der Seite der Theodora-Konitzky-Akademie (www.tka-badnauheim.de) sowie in sozialen Netzwerken.