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Mittwoch 03. Juli 2019 Alter: 54 days

Standortsicherung durch Umstrukturierung

Schlossbergklinik Gedern erhält tagesklinisch-ambulanten Schwerpunkt – Dr. Johannes Atta verstärkt Medizinerteam seit 1. Juli 2019


Standortsicherung durch Umstrukturierung: Die Schlossbergklinik Gedern erhält einen tagesklinisch-ambulanten Schwerpunkt

(HR). Mit großer Freude haben die Verantwortlichen des Gesundheitszentrums Wetterau dieser Tage einen Beschluss der kassenärztlichen Vereinigung (KV) registriert. „Jetzt ist sichergestellt, dass Dr. Scharmann weiterhin in seiner internistischen Praxis in der Schlossbergklinik in Gedern praktizieren wird. Damit ist auch der Standort Gedern dauerhaft gesichert“, fasste GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann die Konsequenzen des Beschlusses zusammen. Zukunft hat damit außerdem die hämatologisch-onkologische Praxis von Dr. G.-André Banat und Dr. Martin Graubner. Sie wird sogar personell verstärkt: Seit 1. Juli 2019 ist Dr. Johannes Atta als dritter Facharzt in der Praxis tätig.

Von Jahr zu Jahr sinkt in den deutschen Kliniken die Zahl der Belegungstage pro Patient – im internationalen Vergleich ist sie immer noch hoch. Zu hoch, meinen sowohl die Krankenkassen als auch die Politik. Sie haben deshalb vor fünfzehn Jahren einen Umbau des Gesundheitssystems eingeleitet, der in etwa zehn Jahren abgeschlossen sein wird. Ziel ist neben der Verkürzung der Liegezeit pro Patient die Verlagerung zahlreicher Behandlungen aus dem stationären in den ambulanten beziehungsweise tagesklinischen Bereich.

Ausgewirkt hat sich dies auch am Standort Gedern. Dort hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre der Behandlungsschwerpunkt deutlich in den tagesklinischen und ambulanten Bereich verlagert. 2008 wurden in Gedern je Quartal etwa 1000 Patienten tagesklinisch und ambulant behandelt. 2018 belief sich die Zahl der tageskinischen und ambulanten Behandlungen je Quartal in Gedern auf über 2000. Sie hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt – und die Entwicklung in diese Richtung geht weiter.

„Mit dem nun gefassten Beschluss der KV sind wir endlich in der Lage, die vom Land Hessen seit Jahren geforderte bedarfsgerechte Umstrukturierung der Schlossbergklinik umzusetzen“, erläuterte Dr. Fellermann. Die Schlossbergklinik werde einen klaren Schwerpunkt in der ambulanten und tagesklinischen Versorgung erhalten. Um dafür Raum zu schaffen, würden die noch vorhandenen Betten, deren Auslastung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken sei, in Absprache mit dem Land Hessen und den Krankenkassen an das Kreiskrankenhaus Schotten übertragen.

„Schon jetzt lassen sich die meisten Patienten aus Gedern und der gesamten Region gerne im nahe gelegenen Schotten behandeln, in einer der landesweit neuesten Kliniken“, erläuterte Dr. Fellermann. Für die ortsansässige Bevölkerung bringe die geplante Umstrukturierung die Gewissheit einer dauerhaft gesicherten medizinischen Versorgung. „Mit dem Festhalten am Standort Gedern stemmt sich das Gesundheitszentrum Wetterau bewusst und absichtsvoll gegen den im Gesundheitswesen immer stärker werdenden Trend der Konzentration in Ballungszentren. Wir fühlen uns den Menschen der Region verpflichtet und danken allen Entscheidungsträgern, die diese zukunftsweisende Lösung ermöglicht haben und nun mittragen. Für Gedern ist dies ein guter Tag!“, so Dr. Fellermann.