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Donnerstag 14. November 2019 Alter: 23 days

Auf Therapie von CED-Patienten spezialisiert

GZW-Internist Alexander Block wird von Fachgesellschaft DGVS für Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen zertifiziert


Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor des GZW, gratulierte Alexander Block zur Zertifizierung durch die Fachgesellschaft DGVS.

(HR). Es gibt Erkrankungen, die „gutartig“ sind und die doch durch permanente oder periodisch auftretende Beschwerden Lebensentwürfe von Menschen auf den Kopf stellen können. Zu dieser Gruppe gehören die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Auf die Therapie und sozialmedizinische Betreuung Betroffener hat sich GZW-Internist Alexander Block spezialisiert. Jetzt wurde er durch die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) zertifiziert.

Nach aktuellen Schätzungen sind in Deutschland 320.000 Menschen an CED erkrankt – das entspricht der Einwohnerzahl von Städten wie Bonn, Bielefeld oder Münster. Etwa die Hälfte davon leidet an Morbus Crohn, die andere Hälfte an Colitis ulcerosa. Männer und Frauen sind annähernd gleich oft betroffen. Grundsätzlich können Menschen jeden Alters erkranken. Häufig sind Betroffene jedoch zwischen 15 und 35 Jahre alt, wenn die CED zum ersten Mal auftritt. So ist beispielsweise jeder fünfte an Morbus Crohn leidende Patient zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 20 Jahre.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von CED sind nicht bekannt, es wird allerdings vermutet, dass die Entwicklung begünstigt wird, wenn mehrere Risikofaktoren zusammenkommen. Dazu zählen erbliche Veranlagung, Infekte, Lebensstil, Ernährung, Rauchen, Beeinträchtigungen der Schleimhautbarriere des Darms sowie Fehlregulationen des Immunsystems.

Beim Morbus Crohn entzündet sich die Schleimhaut des Verdauungstraktes. Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa, bei der sich nur die oberflächlichen Schleimhautschichten entzünden, breitet sich der Entzündungs-Prozess beim Morbus Crohn auch auf die tieferen Schichten der Darmwand aus und kann Lymphknoten und die Befestigung des Darms (Mesenterium) betreffen. Die Krankheit kann an jeder Stelle des Verdauungstraktes vom Mund bis zum After auftreten. Am häufigsten sind der letzte Teil des Dünndarmes und der Dickdarm befallen. Sie breitet sich nicht kontinuierlich, sondern abschnittsweise aus: Gesunde Darmabschnitte wechseln mit entzündeten Darmabschnitten ab.

Die Erkrankung verläuft schubweise: Phasen mit mehr oder weniger starken Beschwerden wechseln mit Phasen ab, in denen der Patient keine oder nur wenige Symptome spürt. Bei einem akuten Schub haben die Patienten Bauchschmerzen und Durchfälle. Die Bauchschmerzen sind oft im rechten Unterbauch am stärksten. Dort befindet sich der letzte Abschnitt des Dünndarms (terminales Ileum), der bei vielen Patienten entzündet ist. Die Schmerzen können aber auch in anderen Regionen des Bauches auftreten. Einige Patienten beschreiben die Schmerzen als krampfartig. Manchmal erscheinen sie diffus im gesamten Bauch, manchmal punktuell.

Während bei der Colitis ulcerosa die Durchfälle häufig blutig sind, enthalten sie beim Morbus Crohn meist kein Blut. Außerdem leiden viele Patienten unter Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Einige Patienten verlieren Gewicht, haben Fieber oder eine erhöhte Temperatur. Sind Darmabschnitte befallen, in denen Nahrung aufgenommen wird, können Mangelerscheinungen (z. B. Vitamin B12-Mangel) oder Verdauungsstörungen auftreten.

Alexander Block hat sich in den letzten Jahren auf diese Erkrankungen – von der endoskopischen, klinischen bzw. laborchemischen Erstdiagnostik bis zur therapeutischen und sozialmedizinischen Betreuung der Patienten – spezialisiert und wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hierfür zertifiziert. Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor des GZW, gratulierte Alexander Block zur Zertifizierung und betonte, die fachliche Spezialisierung von Ärzten gebe ihren Patienten die größte Sicherheit und Versorgungsqualität.