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Mittwoch 11. Dezember 2019 Alter: 42 days

Frauenklinik begrüßt das 1000. Baby 2019

Geburtenzahl im Hochwaldkrankenhaus weiter im Aufwärtstrend – Hebammenmangel kein Thema


(HR) Bad Nauheim. Der Zuwachs hält an: Genau zwei Wochen früher als 2018 stellte sich in der geburtshilflichen Abteilung der Frauenklinik am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim das 1000. Baby des Jahres ein. Um 3.10 Uhr am Morgen des 10. Dezember 2019 erblickte Kaylee Dauti nach einer unkomplizierten Geburt das Licht der Welt, 48 Zentimeter groß, 2980 Gramm schwer und der ganze Stolz von Mutter Dafina Dauti (36, Bad Nauheim), der elfjährigen Schwester Elizabeta und der vielköpfigen Großfamilie, zu der unter anderem sieben Geschwister von Dafina Dauti mit ihren Partnern und Kindern gehören. Im Bad Nauheimer Zweig der Familie wird die junge Mutter künftig auch Rückhalt und Hilfe finden, damit sie ihre mütterlichen Pflichten mit den beruflichen (als Mitarbeiterin in einer europaweit agierenden Spedition) unter einen Hut bringen kann. Schon während ihrer Zeit in der Frauenklinik kümmerte sich Schwägerin Alexandra Dautaj liebevoll um sie.

Den kontinuierlichen Anstieg der Geburtenzahlen (zur Erinnerung: 2017 stellte sich das 1000. Baby am 28. Dezember ein, 2018 am 24. Dezember) verzeichnen Oberärztin Dr. Anika Rifi und ihr Team mit Freude und Zufriedenheit. „Anderen Orts  werden Kliniken aufgrund zu geringer Zahlen geschlossen, das Hochwaldkrankenhaus wächst und unsere Geburtshilfe ebenfalls. Das ist eine schöne Bestätigung für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier mit viel Engagement und Herzblut tätig sind“, erklärte Dr. Rifi.

Auch in einem anderen wichtigen Punkt entwickelt sich die Frauenklinik Bad Nauheim entgegen dem bundesdeutschen Trend: Es gibt keinen Hebammenmangel, im Gegenteil, 2020 wird die Abteilung wieder neue Hebammen einstellen. „Unser Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals für gesunde Frauen mit unkomplizierter Schwangerschaft stößt nicht nur bei werdenden Müttern zunehmend auf Interesse, sondern macht den Arbeitsplatz für Hebammen besonders attraktiv“, erläuterte Dr. Rifi. Durch den Einsatz aller Hebammen im Kreißsaal sowie auf der Mutter-Kind-Station erhalte das Team zudem insgesamt hohe Flexibilität und könne sich an den Bedarf in der geburtshilflichen Betreuung immer kurzfristig anpassen.

Stolz sind alle Beteiligten auch auf die niedrige Kaiserschnittrate. „Diese Rate hat bei uns spektakuläre 25 Prozent erreicht, war über das ganze Jahr auf diesem historischen Tief stabil und liegt deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts von etwa 31 Prozent“, betonte Dr. Rifi. Als Gründe nannte sie die Förderung der natürlichen Geburt nach dem Expertinnenstandard für Hebammen durch intensive Gespräche, in denen den Frauen die Angst vor dem Geburtsvorgang genommen werde, die Einrichtung des Hebammen-Kreißsaals mit der Gewissheit für die Frauen, umfassend betreut zu werden, und das Angebot einer aufrechten Geburtsposition. Zusätzlich stabilisierend wirkten auf das gesamte Team der geburtshilflichen Abteilung das vor einem Jahr eingeführte vierteljährliche Notfalltraining sowie die enge Kooperation mit der Kinderklinik Gießen.