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Dienstag 21. Juli 2020 Alter: 71 days

Wichtige Rolle im Theorie-Praxis-Transfer

Gesundheitszentrum Wetterau stellt für seine drei Akuthäuser sieben Praxisanleiterinnen frei


Können sich ihrer Aufgabe nun noch besserwidmen: die freigestellten Praxisanleiterinnen (von links) Karina Bugner, Anna Krauskopf, Ramona Schultheis, Irina Euler, Carmen Nader, Sandra Müller (es fehlt Heidi Koch-Stengel).

Bad Nauheim (HR). Pflegekräfte im Gesundheitswesen wünschen sich alle Menschen ebenso kompetent wie freundlich, fachlich auf dem neuesten Stand und geduldig. Damit junge Menschen angesichts steigender beruflicher und menschlicher Anforderungen umfassend ausgebildet werden können, verlangt der Gesetzgeber seit 2003 an allen Ausbildungsstätten zusatzqualifizierte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter. Insgesamt sieben Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, die als Praxisanleiterinnen in den Häusern des Gesundheitszentrums Wetterau tätig sind, wurden jetzt vollständig oder teilweise für diese wichtige Aufgabe freigestellt.

Die Ausbildung zu optimieren, den Gesundheits-und Krankenpflegeschülerinnen und -schülern die Umsetzung ihres theoretischen Wissens in die praktische Arbeit zu erleichtern und den jungen Leuten ganz allgemein als Ansprechpartnerinnen und Sprachrohr zur Verfügung zu stehen, sind kurz zusammengefasst die wesentlichen Aufgaben der Praxisanleiterinnen. Ihre Zusatzausbildung hatten sie alle schon vor längerer Zeit in der Theodora-Konitzky-Akademie (TKA) absolviert. Die TKA hatte mit der Ausbildung von Praxisanleitern bereits im Jahr 2000 begonnen und führt sie seit 2017 nach der Hessischen Weiterbildungs-Prüfungsverordnung fort.

Von den sieben freigestellten Praxisanleiterinnen können sich Ramona Schultheis (Bürgerhospital Friedberg), Sandra Müller (Bürgerhospital Friedberg und Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim), Karina Bugner und Carmen Nader (beide Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim) dieser Tätigkeit in Vollzeit widmen, Heidi Koch-Stengel, Irina Euler (beide Bürgerhospital Friedberg) und Anna Krauskopf (Kreiskrankenhaus Schotten) sind zu einem Teil ihrer Zeit für die Praxisanleitung freigestellt.

„Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sollen die Auszubildenden schrittweise in die eigenständige Wahrnehmung beruflicher Aufgaben heranführen und die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz fördern; sie übernehmen eine wichtige Rolle im Theorie-Praxis-Transfer. Als größter Ausbilder der Region wollen wir mit der Freistellung von sieben Praxisanleiterinnen die Ausbildung bestmöglich unterstützen und so auch dem allseits beklagten Mangel an Pflegekräften entgegenwirken“, erläuterten GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann und Akademieleiter Mike Racke.