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Montag 27. Juli 2020 Alter: 65 days

Pflegeausbildung wird reformiert

Diakoniewerk Elisabethhaus kooperiert mit Theodora-Konitzky-Akademie


Freuen sich auf die Kooperation (v. l.): Esengül Tümtürk, Praxisanleiterin im Diakoniewerk, Mike Racke, Leiter der Theodora Konitzky Akademie, Can Kaya, Auszubildender im Diakoniewerk, und Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter Diakoniewerk Elisabethhaus.

Bad Nauheim. Die neue Pflegeausbildung reformiert die Ausbildung in der Pflegebranche grundlegend. Weg von einzelnen Lehrgängen, hin zu einer generalisierten Ausbildung, in der alle Azubis das Gleiche lernen. Egal, ob sie lieber im Krankenhaus, in einem Alten- und Pflegeheim oder für einen ambulanten Pflegedienst arbeiten möchten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Am Ende der dreijährigen Ausbildungszeit sind alle auf dem gleichen Wissensstand. Zudem wird die neue Ausbildung besser vergütet (bis zu 1.200 Euro im ersten Lehrjahr) und der Abschluss ist EU-weit anerkannt.

Doch es gibt auch neue Probleme. Eines ist die Unterbringung der Azubis in den unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung, um praktische Stunden leisten zu können. Das Bad Nauheimer Alten- und Pflegeheim Diakoniewerk Elisabethhaus muss sich dank der Kooperation mit der Theodora Konitzky Akademie darum keine Sorgen machen. Durch die Zusammenarbeit bekommen Azubis aus dem Diakoniewerk die Möglichkeit, in Kliniken aus dem Wetteraukreis ihre praktischen Stunden zu leisten, während sie die schulische Ausbildung an der Theodora Konitzky Akademie absolvieren.

„Wir sind glücklich über die Kooperation. Durch die Lage der Akademie im Sprudelhof sind die Wege für die Azubis zu uns in die Zanderstraße kurz. Gleiches gilt für die kooperierenden Kliniken, die sich nur wenige Kilometer entfernt befinden. So bewegen sich die Azubis in einem kleinen Radius, was eine enorme Zeitersparnis und somit mehr Attraktivität bedeutet. Denn genau auf diese kommt es an, damit sich die angehenden Pflegefachfrauen und –männer am Ende für eine Stelle bei uns entscheiden“, so Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter im Diakoniewerk, der überdies darauf hinweist, dass zum Start der neuen Ausbildung am 1. Oktober noch Ausbildungsplätze bei ihm im Haus frei sind.

Akademieleiter Mike Racke sieht durch die Kooperation Vorteile für alle: „Auch wir freuen uns über die Zusammenarbeit. Bietet sie uns doch Sicherheit in der Unterbringung unserer Azubis im Bereich der Altenpflege, die sich wiederum in Form des Diakoniewerks als attraktiven Berufszweig präsentieren kann. Auch für die Azubis ist die neue Ausbildung eine Bereicherung. Sie bekommen tiefere Einblicke in die verschiedenen Zweige der Gesundheitsversorgung, was zu einem besseren Umgang mit pflegebedürftigen Menschen führt.“ Darauf freuen sich auch Esengül Tümtürk, Praxisanleiterin im Diakoniewerk, und Azubi Can Kaya. „Auch ich kann so mehr lernen, da die neuen Azubis Input aus anderen Bereichen mitbringen“, sagt Kaya. Tümtürk ergänzt abschließend: „Und das kommt unseren Bewohnerinnen und Bewohner zugute.“