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Montag 24. August 2020 Alter: 65 days

KdW unterstützt Hospiz Wetterau

GZW-Gesellschafter spendet Förderverein 1500 Euro für geplante Einrichtung


Aus der Hand von Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann nahm Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch, beratendes Mitglied im Vorstand des Fördervereins Hospiz Wetterau, die Spendenzusage der KdW entgegen.

Friedberg/Bad Nauheim (HR). Nach jahrelangen Überlegungen und vergeblichen Anläufen wird seit zwei Jahren konkret geplant, und zwar die Einrichtung des ersten Hospizes der Wetterau in der ehemaligen evangelischen Johanneskirche Bad Nauheim. Mit einer Spende von 1500 Euro unterstützt die gemeinnützige Gesellschaft „Kliniken des Wetteraukreises Friedberg-Schotten-Gedern“ (KdW) den 2019 gegründeten Förderverein Hospiz Wetterau e.V. Eine schriftliche Bestätigung der Zuwendung übergab Dr. Dirk M. Fellermann an Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch in ihrer Eigenschaft als beratendes Mitglied des Fördervereinsvorstands. 

Die Stadt Bad Nauheim sowie die von den Anteilseignern Wetteraukreis und seinen kleineren Partnern Stadt Gedern und Vitos GmbH getragene KdW halten derzeit jeweils 50 Prozent der Anteile an der Gesundheitszentrum Wetterau gGmbH (GZW). Die KdW verfolgt gemäß Satzung „ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke“, wie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, der Jugend- und Altenhilfe, der Wohlfahrtspflege und der Mildtätigkeit durch die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.

„Die Etablierung eines ersten stationären Hospizes in der Wetterau ist überfällig. Zwar möchten die meisten Menschen auf keinen Fall im Krankenhaus, sondern zu Hause sterben, aber das ist aus mancherlei Gründen nicht immer möglich. Ein stationäres Hospiz kann da eine gute Alternative sein“, erklärte Becker-Bösch, die sich herzlich bei Dr. Fellermann für die Spende bedankte.

Die Auflagen für eine solche Einrichtung sind klar definiert. Unter anderem gehört dazu die Verpflichtung, fünf Prozent der laufenden Betriebskosten durch Spenden aufzubringen. Patientinnen und Patienten entstehen keine Kosten, denn 95 Prozent der Ausgaben werden von den jeweiligen Kranken- und Pflegekassen getragen. „Der Förderverein ist bereits jetzt, noch vor der Eröffnung des Hospizes, damit beschäftigt, für den von ihm geforderten Fünf-Prozent-Anteil einen Grundstock zu legen“, erläuterte Becker-Bösch.

„Als ambulanter und stationärer Gesundheitsversorger der Region begrüßt das Gesundheitszentrum Wetterau ausdrücklich die erfolgreichen Bemühungen, ein Hospiz in der Wetterau zu errichten“, erläuterte Dr. Fellermann. Er erinnerte daran, dass bereits die ersten Anläufe zur Hospizgründung vor zehn Jahren mit aktiver Unterstützung durch den kommunalen Krankenhausträger GZW unternommen worden seien. Nun werde der zweite Anlauf von Erfolg gekrönt. Auch der Standort in der Gesundheitsstadt Bad Nauheim sei aus Sicht des GZW gut gewählt. Es sei deshalb folgerichtig, dass die Muttergesellschaft KdW mit der Spende einen konkreten Beitrag zu dem Projekt leiste. Dr. Fellermann wünschte dem Förderverein Hospiz Wetterau viel Erfolg und Ausdauer bei der Verwirklichung seines wichtigen Vorhabens.