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Samstag 01. Januar 2022 Alter: 18 days

Neujahrsbaby ist Michel aus Büdingen

Junger Mann hat es zum guten Schluss besonders eilig – Am Silvestertag sieben Geburten


Müde, aber stolz und glücklich: Viktoria und Tobias Krämer aus Büdingen mit ihrem Neujahrsbaby Michel. Mit ihnen freuen sich die beiden Kinderkrankenschwestern Tania Bernard (links) und Angelika Seeger, die nach 43 Jahren am gestrigen 1. Januar ihren letzten Dienst absolvierte.

(HR) Bad Nauheim. Wer kennt nicht Michel, diesen sympathischen fiktiven Lausbub aus Schweden? Neujahrsbaby Michel, für den seine Eltern mit einem kleinen Augenzwinkern diesen Namen wählten, hat schon vor seiner Geburt bewiesen, ebenfalls einen ganz eigenen Kopf zu haben. Wochen vor dem errechneten Termin am 20. Januar hatte er sich in eine ziemlich ungünstige Startposition manövriert, die er nicht mehr verließ. Für Viktoria Krämer (27) und ihren Mann Tobias (36) stand deshalb schon seit Längerem fest, dass ihr erstes Kind per Kaiserschnitt auf die Welt kommen würde. Geplant war der 17. Januar.

Doch noch einmal machte Michel seinen Eltern einen Strich durch die Rechnung. Die hatten es sich an Silvester zuhause in Büdingen gemütlich gemacht, Raclette gegessen, gegen Mitternacht mit alkoholfreiem Sekt angestoßen und per SMS fröhlich Verwandten und Freunden ein gutes neues Jahr gewünscht. Gegen 2.30 Uhr spürte Viktoria Krämer plötzlich, dass sich etwas veränderte; dann bewegte sich Michel, und es wurde klar: Die Fruchtblase war geplatzt.

Danach ging alles recht schnell: ein Anruf im Hochwaldkrankenhaus, die gepackte Tasche nehmen, ins Krankenhaus fahren (aufgrund von Michels Lage gab es keine Gefahr, dass sich die Nabelschnur um seinen Hals wickeln würde), um 4.10 Uhr den Kreißsaal erreichen. „Dort wurden wir schon erwartet. Alle waren so lieb und freundlich, wir fühlten uns von Anfang an sehr gut aufgehoben“, berichtet Viktoria Krämer beim Fototermin mit strahlenden Augen. Auch ihre Hebamme und Verwandte hatten ihr das Hochwaldkrankenhaus als Geburtsklinik wärmstens empfohlen. Genau zwei Stunden nach ihrer Ankunft, um 6.10 Uhr, war Michel geboren, 2850 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß.   

Den Fototermin wenige Stunden später verschlief der junge Mann weitgehend auf dem Arm seiner Mama, und auch die Eltern waren nach der unerwartet kurzen Silvesternacht noch etwas müde, doch sehr glücklich. „Unsere Freunde und Verwandten können es noch immer nicht glauben. Um Mitternacht haben wir ihnen Neujahrsgrüße geschickt und sechs Stunden später Fotos von Michel. Die sind alle noch ganz aus dem Häuschen“, erzählt Tobias Krämer. Der Kaufmann im Einzelhandel blickt voraus und ist mit dem Geburtstermin 1. Januar sehr zufrieden. „Ich muss ja immer auch samstags arbeiten, da ist das mit dem Freinehmen fürs Feiern schwierig. Der Feiertag passt deshalb gut!“

Sehr erfreut sind die jungen Eltern auch über das schöne weiße Babybadetuch mit dem eingestickten Logo des Hochwaldkrankenhauses, das in diesem Jahr alle frischgebackenen Eltern geschenkt bekommen werden – eine Geste, die Viktoria und Tobias Krämer sehr zu schätzen wissen. Für das Team der Geburtsklinik Bad Nauheim begann 2022 jedenfalls ruhiger, als das alte Jahr geendet hatte. Am Silvestertag wurden nicht weniger als sieben Babys geboren, das letzte von ihnen um 23.32 Uhr.