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Krebsoperation der Bauchspeicheldrüse

Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind in der Mehrzahl bösartig und treten oft in den Gängen im
so genannten Kopf der Drüse auf, in denen die Verdauungsenzyme gebildet werden (duktales Adenokarzinom).
Sie wachsen aggressiv und bilden früh Metastasen. Als Risikofaktoren gelten Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Rauchen und einige genetisch bedingte Erkrankungen.

Häufige Symptome für Krebs der Bauchspeicheldrüse sind eine an Intensität zunehmende Gelbsucht, in
den Rücken ausstrahlende Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Gewichtsverlust.

Die Diagnostik erfolgt über bildgebende Verfahren, ERCP (hierbei werden Endoskopie und Röntgenkontrastdarstellung kombiniert), Endosonografie oder mit einer laparoskopischen Bauchspiegelung. Bislang ist eine Operation die Therapie der Wahl. Dabei wird versucht, einen Teil des Organs zu erhalten und
wieder mit dem Darm zu verbinden. Insbesondere die Entfernung des krebsartig veränderten Bauchspeicheldrüsenkopfes stellt aufgrund seiner zentralen Lage und der anatomischen Beziehungen zu lebensnotwendigen Blutgefäßen der Leber und des Darmes eine große chirurgische Herausforderung dar.