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Krebsoperation der Leber und Gallenwege

Krebserkrankungen in der Leber werden zu etwa 90 Prozent durch Metastasen von Tumoren anderer Organe (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse) verursacht; originärer Leberkrebs (z. B. infolge von Leberzirrhose) ist dagegen vergleichsweise selten. Operationen an der Leber werden zudem erforderlich bei Krebserkrankungen der Gallenblase und der Gallengänge.

Zu Beginn verursachen Tumoren in der Leber selten Beschwerden, später können unter anderem Druckschmerz im Oberbauch, tastbare Schwellungen unter dem Rippenbogen oder ungewollte Gewichtsabnahme auftreten.

Die Diagnose erfolgt über Blutuntersuchungen, durch bildgebende Verfahren und Gewebeuntersuchungen. Operativ werden die von Tumoren befallenen Teile der Leber entfernt, wobei die Leber als einziges Organ des Menschen in der Lage ist, nachzuwachsen.

An die Operation kann sich je nach Art und Größe der Tumoren eine chemotherapeutische Nachbehandlung anschließen.