Therapie bei Brustkrebs

Das Kernstück der Behandlung von Brustkrebs ist auch heute noch die operative Therapie. Ergänzt oder aber auch vorbereitet wird diese in vielen Fällen durch eine antihormonelle Behandlung, eine Chemotherapie und/oder eine Bestrahlung

Da eine Vielzahl von Fachgebieten in den Behandlungsplan eingebunden ist, spricht man von einer multimodalen Therapie, in der die einzelnen Spezialisten von der Diagnosestellung über die operative Therapie bis hin zur Nachbehandlung und Nachsorge ganz eng zusammenarbeiten, damit „die Räder optimal ineinandergreifen” können. Das Herzstück der Zusammenarbeit bilden die wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenzen, bei denen Experten aller Bereiche (Gynäkologie, Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Pathologie, Hämatologie-Onkologie), die an der Behandlung von Brustkrebs beteiligt sind, an einem Tisch sitzen und Therapieempfehlungen für die erkrankten Frauen erarbeiten. 

Wir halten die dafür notwendige Infrastruktur vor, um Sie optimal zu betreuen. Dies umfasst neben der akutmedizinischen Versorgung auch die psychische und soziale Betreuung. Modernste Therapien kommen durch die Beteiligung an klinischen Studien zum Einsatz. Die Organisation als Brustzentrum beinhaltet auch Qualitätskontrollen durch externe Visitoren.

Vom Verzicht auf Schulmedizin zugunsten alternativer Methoden ist dringend abzuraten. Nachgewiesen ist allerdings, dass einige naturkundliche Verfahren in Ergänzung zur Schulmedizin die Lebensqualität während einer Therapie steigern können. Um Ihnen hier fundierte Informationen vermitteln zu können, möchten wir Sie auf die Website des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren der Universität zu Köln hinweisen (» zur Website). Dort können Sie auch eine Broschüre zum Thema herunterladen, die Prof. Josef Beuth im Auftrag der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen verfasst hat. 

Ebenfalls nachgewiesen ist die unterstützende Wirkung gezielter Bewegung. Durch regelmäßige körperliche Aktivität (zum Beispiel zwei- bis dreimal pro Woche 90 Minuten Nordic Walking) ist eine Verbesserung der Heilungschance möglich – der Effekt bewegt sich etwa in der Größenordnung einer Antihormontherapie und hat nur positive Nebenwirkungen – just do it!