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Viel normaler Betrieb

Notaufnahmen hatten meist gut zu tun, aber keine besonderen Vorkommnisse

Friedberg/Bad Nauheim/Schotten (HR). Zehn bis 15 Rettungsdienstwagen pro Schicht, dazu die Patienten, die selbst gekommen oder von Angehörigen beziehungsweise Freunden gebracht worden sind: die Notaufnahme des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim hatte an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen gut zu tun. Ähnlich sah die Situation am Kreiskrankenhaus Schotten aus. Vergleichsweise ruhig verliefen die Feiertage dagegen für die Mannschaft der Notaufnahme am Bürgerhospital Friedberg.

Ähnlich wie im Bürgerhospital verzeichneten Ärzte und Pflegekräfte in der Notaufnahme des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim das übliche Aufkommen an internistischen Patienten mit grippalen Infekten, Fieber, Bauchschmerzen und Herzbeschwerden. Dazu kamen, wie Pflegekraft Angeles Del Mar Schuhmann erläuterte, „einige nicht so nette Patienten“ – gemeint mit dieser euphemistischen Beschreibung sind Personen, die dem Alkohol überreichlich zugesprochen hatten und ausfällig geworden waren.

Davon gab es an diesem Weihnachtsfest vergleichsweise viele, die offenbar auch „ordentlich getankt“ hatten. Einige von ihnen wurden von der Polizei gebracht, in einem Fall wegen Randalierens dann auch bald wieder abgeholt, nachdem der Betreffende den vom Krankenhauspersonal ausgesprochenen Hausverweis nicht hatte akzeptieren wollen.

Dazu kamen Brüche „jeder Art bei Personen jeden Alters“, so Schuhmann. Die einen waren im Eisstadion gestürzt, andere beim weihnachtlichen Spaziergang durch den Wald, Folgen waren vor allem Brüche an Armen und Beinen. „Wir hatten genauso zu tun wie an normalen Tagen, es war nicht mehr, aber auch nicht weniger, es gab keinen Feiertagsbonus“, so Schuhmanns Bilanz.

Im Kreiskrankenhaus Schotten hatte das Team der Notaufnahme auch etliche Patienten zu verarzten. Schon am Vormittag des Heiligabends war viel Betrieb, das setzte sich in den kommenden beiden Tagen fort. „Alle Hände voll zu tun, mehr geht gerade leider nicht“, so die kurze telefonische Auskunft am gestrigen Vormittag. 20 Patienten insgesamt wurden hier an Heiligabend und am ersten Feiertag stationär aufgenommen, das ist immerhin die Hälfte des an normalen Tagen Üblichen, wie Prokurist Markus Appel berichtete. Wie auch in Friedberg und Bad Nauheim gab es in Schotten trotz des vielen Betriebs „keine besonderen Vorkommnisse“.