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Die zwei Dutzend geschafft

Zonta-Club unterstützt seit 24 Jahren die psychoonkologische Betreuung im Brustzentrum

Freuten sich über die 24. Spendenübergabe zur Unterstützung der psychoonkologischen Betreuung der Krebspatientinnen der Frauenklinik Bad Nauheim (von links): Timo Neeb und Annemarie Nickel-Kleindienst (beide Fördervereins-Vorstand), Zontian Dr. Adelheid Deuser, Konrad Dörner, Zontian Irene Knaut-Thoms, Dr. med. Carolin Hammerle, Zonta-Präsidentin Dr. Helge Lubenow, Zonta-Vize-Präsidentin Renate Deutsch-Boberski, Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh und Henriette Lubenow.

(HR) Das Hochwaldkrankenhaus steht seit 2003 als Koordinationsklinik an der Spitze des DMP-Brustzentrums Mittelhessen, 2009 wurde es erstmals vom unabhängigen Institut OnkoZert zertifiziert. Es behandelt jährlich etwa 450 Patientinnen mit der Erstdiagnose Brustkrebs und insgesamt über 1000 Brustkrebspatientinnen und zählt damit zu den fallzahlstärksten Kliniken in Hessen. Unterstützt wird die Arbeit des Brustzentrums regelmäßig durch Spenden des Zonta-Clubs Bad Nauheim-Friedberg für die psychoonkologische Betreuung der Patientinnen.

Der Fortschritt in der Medizin, und insbesondere in der Therapie von Krebserkrankungen, ist rasant. Bei Früherkennung ist mancher Krebs heilbar, zumindest aber gut beherrschbar und ermöglicht ein Leben in vergleichsweise hoher Qualität. Trotzdem ist Krebs nach wie vor eine ist eine im wahrsten Wortsinn „erschütternde“ Diagnose, denn sie stellt das Leben von einem auf den anderen Tag auf den Kopf. „Uns ist die psychoonkologische Betreuung von an Brustkrebs erkrankten Frauen so wichtig, weil einige von uns dies selbst erfahren haben“, erläuterte anlässlich der Übergabe des symbolischen Spendenschecks die amtierende Vizepräsidentin des Clubs, Renate Deutsch-Boberski.

Erstmals bei der Spendenübergabe dabei war Oberärztin Dr. med. Carolin Hammerle, seit knapp zwei Jahren Leiterin des Brustzentrums. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh und dem gesamten Team arbeite sie kontinuierlich an der Verbesserung der Versorgungsqualität unter medizinischen, aber auch unter menschlichen Aspekten“, berichtete sie den Zontians. Die wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz und die Teilnahme an Studien wissenschaftlicher Gruppen wie GBG und AGO sicherten den betreuten Frauen das Wissen aller in die Behandlung eingebundenen Fachdisziplinen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft. 

„Ein großes Geschenk“ sei in diesem Kontext die regelmäßige Unterstützung durch den Zonta-Club, hob Dr. Hammerle hervor. Die Bedeutung der psychischen Betreuung der Brustkrebspatientinnen sei nicht zu unterschätzen, und nicht immer werde der Zuspruch, den speziell ausgebildete Psychoonkologen ihren Patientinnen und Patienten gäben, von den Krankenkassen vergütet. Das Brustzentrum Bad Nauheim fülle diese Lücken mit Spenden – und einer der treuesten Spender über die Jahre hinweg in dieser Angelegenheit sei der Zonta-Club Bad Nauheim-Friedberg, der nun zum 24. Mal 2000 Euro für diesen Zweck zur Verfügung stellte, verbunden mit dem Versprechen, die Unterstützung fortzuführen. 

Erneut hat der Zonta-Club seine Spende durch das gemeinsam mit dem Bridgeclub Bad Nauheim veranstaltete Bridgeturnier erwirtschaftet, das sich im Lauf der Jahrzehnte zu einer festen Größe im lokalen Veranstaltungskalender entwickelt hat. Den symbolischen Spendenscheck übergaben Zonta-Präsidentin Dr. Helge Lubenow, die scheidende sowie die künftige Vizepräsidentin, Renate Deutsch-Boberski  und Irene Knaut-Thoms, sowie Zontian Dr. Adelheid Deuser im Beisein von Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh an den Vorsitzenden des Fördervereins Hochwaldkrankenhaus, Konrad Dörner, und Dr. Carolin Hammerle. 

Patientenforum am 5. September 2026

Dr. Hammerle verwies im anschließenden Gespräch unter anderem auf das für den 5. September 2026 geplante Patientenforum. Zwischen 10 und 15 Uhr erwarte die Besucherinnen und Besuchern unter anderem ein Überblick über neue medizinische Entwicklungen in der Behandlung von Brust- und Genitalkrebs, die Vorstellung der neu strukturierten Onkologischen Tagesklinik sowie der Spezalisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV), eine interaktive Show mit einem Quiz zu „Mythen und Fakten“, der Erfahrungsbericht einer Patientin und ein Physiotherapie-„Vortrag mit Bewegung“. 

Weitere Spenden für die psychoonkologische Beratung und andere Projekte 
nimmt der Förderverein Hochwaldkrankenhaus jederzeit gerne entgegen (Bankverbindungen: Sparkasse Oberhessen, IBAN: DE05 5185 0079 0030 0803 60, BIC: HELADEF1FRI; Volksbank Mittelhessen, IBAN: DE81 5139 0000 0089 6239 01, BIC: VBMHDE5FXXX).