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Ergebnis: 246 große und 136 kleine Herzen

Mitmach-Aktion zugunsten von Brustkrebspatientinnen mit wiederum großer Resonanz

Freuen sich über die rege Beteiligung, die gute Stimmung und den Erfolg der jüngsten „Aktion Herzkissen“ (von links): Fördervereinsvorsitzender Konrad Dörner, Oberärztin Dr. med. Judith Janzon sowie die beiden Organisatorinnen Alexandra Prues und Annette König mit einigen der bereits fertigen Herzkissen.

Bad Nauheim (HR). Stimmengewirr, fröhliches Lachen, dazu das Rattern der Nähmaschinen: Wieder einmal hat sich Raum „Wetterau“ im 4. Obergeschoss des Facharzt- und Servicezentrums am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim vom Konferenzraum zur Aktionsfläche gewandelt. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon etliche erstmals dabei, konnte Organisatorin Alexandra Prues von der Fadenfrohen Herzwerkstatt Büdingen zur jüngsten Mitmach-Aktion „Herzkissen gegen Schmerzen nähen“ begrüßen. Zu kurzen Ansprachen fanden sich im Lauf des Vormittags Oberärztin Dr. med. Judith Janzon als Vertreterin der GZW-Frauenklinik und des zertifizierten Brustzentrums Bad Nauheim sowie Konrad Dörner, Vorsitzender des Fördervereins Hochwaldkrankenhaus, ein.

Bunte Stoffe stapeln sich auf einem Tisch in der Raummitte. Sie werden farblich passend paarweise kombiniert, dann schneiden einige Frauen mit Hilfe von Schablonen sorgfältig große und kleine Herzen aus. An den hellen Fensterplätzen sitzen die Näherinnen vor fleißig surrenden Maschinen. Beim Zusammenfügen der beiden Herzhälften lassen sie einen schmalen Schlitz offen. Er ist gerade groß genug für das Einbringen der Füllung und wird im nächsten Arbeitsgang mit feinen Stichen von Hand verschlossen. Bleibt das Verpacken: Gemeinsam mit einem bunten Kartengruß wandert jedes fertige Kissen zum Schutz vor Staub und Schmutz in eine zarte Hülle. 246 große und 136 kleine Herzen waren es am Ende der jüngsten Herzkissen-Aktion im GZW. „Das Interesse war wieder riesig, es kamen viele Neue, und wir konnten auch viele Kontakte neu knüpfen“, freute sich Initiatorin Alexandra Prues.

Insgesamt zum siebten Mal fand die in Kooperation mit dem zertifizierten Brustzentrum Bad Nauheim veranstaltete und finanziell durch den Förderverein des Hochwaldkrankenhauses unterstützte Veranstaltung mit Eventcharakter statt. Die Herzkissen können den Brustkrebspatientinnen nach der Operation das Alltagsleben auf unterschiedliche Weise erleichtern. Die großen Herzkissen bilden beim Sitzen einen weichen Puffer unter der Achsel, die kleinen Herzen vermindern im Auto den durch den Sitzgurt ausgeübten Druck. „Außerdem haben sie eine positive und tröstende Wirkung auf die Seele“, wie Alexandra Prues betonte.  

Dies bestätigte Oberärztin Dr. med. Judith Janzon aus ihrem täglichen Kontakt mit frisch operierten Frauen. Jährlich behandelt das zertifizierte Brustzentrum am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim über 1.000 Brustkrebspatientinnen, darunter etwa 400 Patientinnen mit der Erstdiagnose Brustkrebs. Das GZW ist somit bei der Behandlung von Brustkrebs zur größten Einrichtung in der Region geworden. Zur Verbesserung der Versorgungskompetenz für die regionalen Patientinnen in einer Ära ständiger Innovationen wurde die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg Anfang des Jahres 2023 auf eine neue Grundlage gestellt. Dazu wurde ein standortübergreifenden Brustkrebs-Zentrum mit Schwerpunkt in Bad Nauheim eingerichtet. Dr. Janzon dankte Alexandra Prues und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern für ihren steten Einsatz und wünschte ihnen für die Zukunft viel Freude dabei. Fördervereinsvorsitzender Konrad Dörner schloss sich diesem Dank an: „Sie leisten hier eine großartige Arbeit!“, bescheinigte er den Frauen.

Da die vielen Anmeldungen, die für den jüngsten Termin eingegangen waren, aus Platzgründen nicht alle berücksichtigt werden konnten, wurde auch dieses Mal ein Folgetermin im Kreativhaus in Friedberg angesetzt. Dort plant das Team um Alexandra Prues künftig regelmäßige Treffen, auch als Anlaufstelle für bereits angemeldete sowie potenziell weitere Interessierte. Informationen dazu gibt es per E-Mail an Alexandra.Prues@gmx.de oder telefonisch unter 06041 8236620.