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Kontakt

Gynäkologische Ambulanz
im Facharzt- und Servicezentrum am Hochwaldkrankenhaus
2. Stock, Treppe B

Telefon: 06032 702-1207

In den letzten Jahren wurden am Brustzentrum jährlich etwa 350 Patientinnen mit der Erstdiagnose Brustkrebs und insgesamt jährlich über 1000 Brustkrebspatientinnen behandelt. Damit zählt das Hochwaldkrankenhaus zu den fallzahlstärksten Kliniken in Hessen. Das Team um Chefarzt Dr. med. Ulrich Groh ist auf die Diagnostik und Behandlung von Brusterkrankungen spezialisiert. Die wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz und auch die Teilnahme an Studien der wissenschaftlichen Gruppen wie etwa GBG und AGO sichern den betreuten Frauen das Wissen aller in die Behandlung eingebundenen Fachdisziplinen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Unsere vier zertifizierten Brustkrebsoperateure sind auch im Mammographie-Screeningprogramm tätig und nehmen dort an den Fallkonferenzen teil.

Das Hochwaldkrankenhaus steht seit 2003 als Koordinationsklinik an der Spitze des DMP-Brustzentrums Mittelhessen. 2009 wurde unser Brustzentrum vom unabhängigen Institut OnkoZert zertifiziert. Ziel des Brustzentrums ist es, den Menschen der Region Mittelhessen die volle Kompetenz eines Netzwerks von Experten zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt steht für Dr. Groh und sein Team die permanente Verbesserung der Versorgungsqualität unter medizinischen, aber auch unter menschlichen Aspekten. Dazu dienen unter anderem wöchentliche Tumorkonferenzen.

Wenn Sie möchten, können Sie auch den Flyer des Brustzentrums mit komprimierten Informationen als PDF-Datei herunterladen.

Für ein erstes Gespräch empfehlen wir Ihnen unsere Brustsprechstunde.

Dr. Groh und Team

Brustkrebs

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau in den industrialisierten Ländern. In diesen Ländern erkrankt etwa 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Genaue Zahlen sind in Deutschland wegen des Fehlens eines exakten Krebsregisters nicht erhältlich. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen kann die Krankheit durch Operation und Nachbehandlung dauerhaft geheilt werden. Die Verbesserung der Feststellungs- und Behandlungsmöglichkeiten hat in den Industrieländern zu einem Rückgang der Sterblichkeit (Mortalität) von über 20 Prozent geführt. Die Häufigkeit (Inzidenz) der Erkrankung nimmt allerdings noch zu. Die Prognose der Krankheit hängt stark vom Zeitpunkt der Entdeckung und von den biologischen Eigenschaften des Tumors ab.

Die Diagnose Brustkrebs löst bei allen Betroffenen große Sorgen und Ängste aus. Als auf die Behandlung von Brustkrebs hochspezialisierte Klinik möchten wir unseren Patientinnen nicht nur unter medizinischen Aspekten die optimale Therapie anbieten, sondern sie auch durch die schwierige Zeit von der Diagnosemitteilung bis zum Ende der Nachbehandlung so zugewandt und einfühlsam wie möglich begleiten.

Für ein erstes Beratungsgespräch bieten wir Ihnen unsere Brustsprechstunde an.

Diagnostik

Die Heilungschancen bei Brustkrebs sind umso besser, je kleiner der Tumor zum Zeitpunkt der Entdeckung ist. Daher empfehlen wir Ihnen, alle Möglichkeiten der Früherkennung wahrzunehmen. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig Ihre Brust selbst abtasten (bei Frauen, die noch regelmäßig bluten, sollte die Untersuchung jeweils nach der Blutung erfolgen). Denn Veränderungen fallen dadurch in der Regel am ehesten auf. Nach wie vor werden acht von zehn Knoten durch die Frauen selbst entdeckt. Zusätzlich sollten ein bis zwei ärztliche Untersuchungen pro Jahr erfolgen.

Eine Möglichkeit, Tumore oder Vorstufen bereits vor dem Tast-Befund zu erkennen, bietet die Mammographie. Bis zum 50. Lebensjahr gibt es keine allgemein akzeptierten Regeln. Ab dem 50. Lebensjahr werden Mammographien in zweijährigen Abständen empfohlen.

Die Ultraschalluntersuchung ist eine Zusatzuntersuchung und kein Ersatz für die Mammographie. Bei jungen Frauen mit familiär erhöhtem Brustkrebsrisiko ist eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Brust jedoch eine sinnvolle Ergänzung der Vorsorge, die allerdings von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht übernommen wird (IGEL-Leistung).

Die Kernspinmammographie ist in bestimmten Situationen eine wichtige Ergänzung zur Mammographie und findet immer häufiger Anwendung. Dank unserer beiden hochauflösenden Mamma-MRT-Geräte (3 Tesla; 1,5 Tesla) und der großen Erfahrung von Oberärztin Dr. Martina Kunisch ist nicht nur eine sorgfältige Diagnostik möglich, mittels MRT-gestützter Biopsien können fragliche Befunde auch abgeklärt werden.

Die Selbstuntersuchung der Brust, ergänzend zur gynäkologischen Untersuchung durch einen Facharzt, kann bei der Früherkennung von Brustkrebs helfen. Deshalb sollte jede Frau ab dem 20. Lebensjahr einmal im Monat ihre Brust abtasten. Der beste Zeitpunkt dafür ist etwa 10 Tage nach der Monatsblutung, da die Brüste dann weniger gespannt sind. Nach den Wechseljahren kann der Zeitpunkt willkürlich bestimmt werden. Je nach Alter oder Volumen der Brust fällt es manchen Frauen schwer, Ihre Brust beim Tasten zu beurteilen. Wir wollen Ihnen im Folgenden einige Hilfestellungen dazu geben.

So gehen Sie am besten vor:

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und betrachten Sie Ihre Brust zunächst mit locker auf den Hüften liegenden Armen im Spiegel. Achten Sie auf optische Veränderungen von Größe, Position oder Form der Brüste und ob sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Schauen Sie auch, ob sich Haut oder Brustwarzen verändert haben und ob zum Beispiel Flüssigkeit aus den Brustwarzen tritt. Heben Sie anschließend die Arme über den Kopf und beobachten Sie, ob Ihre Brust bei der Bewegung mitgeht. Auch auf Schwellungen am Oberarm oder in der Achselhöhle sollten Sie achten.

Tasten Sie Ihre Brust nun systematisch zuerst im Stehen und anschließend im Liegen nach Verdickungen, Verhärtungen, Knoten oder anderen Auffälligkeiten ab. Benutzen Sie dazu die drei mittleren Finger der flachen Hand, indem Sie sie - ähnlich wie beim Klavierspielen - gegeneinander bewegen. Variieren Sie dabei auch den Druck. Tasten Sie im Stehen mit der linken Hand Ihre rechte Brust und mit der rechten Hand Ihre linke Brust ab. Den anderen Arm können Sie locker herab hängen lassen. Bewegen Sie Ihre Finger spiralförmig von außen nach innen, in Linien von oben nach unten oder vom äußeren Rand bis zur Brustwarze - Sie können Ihre Brust dabei gedanklich durch eine senkrechte und eine waagrechte Linie in vier Bereiche teilen, die Sie nacheinander abtasten. Drücken Sie auch vorsichtig die Brustwarzen zwischen Daumen und Zeigefinger und prüfen Sie, ob eventuell Flüssigkeit austritt. Tasten Sie anschließend die Achselhöhlen nach Auffälligkeiten wie Knoten oder Ähnlichem ab.

Wiederholen Sie die Untersuchung nun auf dem Rücken liegend, indem Sie einen Arm unter den Kopf schieben und mit dem anderen die jeweils gegenüberliegende Brust abtasten.

Wenn Sie diese Selbstuntersuchung regelmäßig durchführen, können Sie eventuelle Veränderungen leichter bemerken. Selbst bei scheinbar kleinen Veränderungen oder Auffälligkeiten sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um die Ursache mit ihm zu klären. Wenn bei der gynäkologischen Tastuntersuchung ein unklarer oder verdächtiger Befund besteht wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt und ggf. eine Mammographie ausgelöst, um den Befund abzuklären.

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, wie Sie bei der Selbstuntersuchung vorgehen sollen, finden Sie auf der Website des Deutschen Grünen Kreuz e.V. eine kurze Anleitung mit Abbildungen.

Bei der Mammographie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust. Auf diese Weise können Tumore in einem Stadium erkannt werden, in dem sie noch nicht als Knoten oder Verhärtung zu ertasten sind. Zudem sind kleine Kalkablagerungen (Mikrokalk), die ein Vorstadium von Brustkrebs (Mammakarzinom) sein können, zu erkennen. Die Mammographie ist deshalb eine sehr gute Methode zur Frühdiagnose eines Mammakarzinoms – und eine frühe Behandlung kann die Heilungschancen entscheidend verbessern. Für spezielle Fälle gibt es im Brustzentrum des Hochwaldkrankenhauses seit 2016 die Möglichkeit der 3D-Mammographie.

2004 wurde es ein bundesweites Mammographie-Screeningprogramm eingerichtet, das Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre die kostenfreie Teilnahme an einer Früherkennungs-Mammographie ermöglicht.

Für Patientinnen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, ist die Zeit während oder unmittelbar nach der Periode am günstigsten für die Untersuchung, da die Brust dann weniger schmerzempfindlich ist und die Aufnahmen außerdem am aussagekräftigsten sind. Vor der Mammographie sollten Sie auf Deodorant oder Cremes im Bereich von Brust und Achsel verzichten, da sie durch einen sichtbaren Film die Aufnahme verfälschen können. Bei der Untersuchung, die nur wenige Minuten dauert, werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen gemacht: Jeweils von oben nach unten und schräg von der Mitte zur Seite. Einige Frauen empfinden die Mammographie als unangenehm; das Röntgenbild ist jedoch umso aussagekräftiger, je flacher die Brust aufgenommen wird.

Die Strahlenbelastung durch die Mammographie ist für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren verhältnismäßig gering. Wenn die Aufnahme bei der Früherkennung einer Erkrankung hilft, ist der Nutzen höher als ein möglicher Schaden – 70 bis 75 Prozent aller Brustkrebsfälle können mithilfe der Mammographie erkannt werden.

Mammographie-Screeningprogramm

Die Vorsorge-Mammographie war bis 2006 in Deutschland keine Kassenleistung. Seit der bundesweiten Einführung des Mammographie-Screeningprogrammes wird Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre die kostenlose Teilnahme an einer Früherkennungs-Mammographie angeboten. Die Adressen der Frauen dieser Altersgruppen werden über die Einwohnermeldeämter erfasst und alle Frauen dann schriftlich zum Screening eingeladen. Als anspruchsberechtigte Frau (zwischen 50 und 69 Jahren) müssen Sie aber nicht warten, bis Sie eingeladen werden. Sie können sich selbst unter Tel.: 0180/36 26 666 (9 Ct./Min.) anmelden und einen Termin vereinbaren.

Hessen ist in insgesamt sechs Screeningregionen eingeteilt. Unsere Abteilung ist kooperierende Abklärungsklinik der Screeningzentren Marburg und Friedberg und nimmt an den wöchentlichen Fallkonferenzen regelmäßig teil.

Informationen zum Screeningprogramm erhalten Sie in der Abteilung für Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie des Hochwaldkrankenhauses (siehe Kontaktbox rechts) und auch in den kooperierenden radiologischen Praxen.

Ergänzend zur Mammographie und zur Tastuntersuchung ist die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mamma-Sonographie) eine wichtige und risikoarme Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. Mit Hilfe von Ultraschallwellen wird dabei die Struktur des Brustgewebes sichtbar gemacht. Durch die Sonographie kann ein bis dahin uneindeutiger Befund abgeklärt werden, da sie unter anderem eine Unterscheidung von Knoten und Zysten ermöglicht. Vor allem bei jungen Frauen, deren dichtes Brustdrüsengewebe die Diagnose durch Mammographie erschwert, kann die Untersuchung per Ultraschall deutlichere Befunde liefern.

Mammographie und Sonographie sind damit sich ergänzende Untersuchungsmethoden.

Bei der Kernspin- oder Magnetresonanztomografie (MRT) der Brust (kurz Mamma-MRT) werden mithilfe eines starken Magnetfeldes und Radiowellen zahlreiche dünne Schichtbilder des Brustgewebes aufgenommen. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf – im Gegensatz zu Röntgenuntersuchungen (Mammographie, Computertomographie).

Das MRT der Brust kann eine sinnvolle Ergänzung von Mammographie und Sonographie darstellen, auch gibt es einzelne Patientinnen, bei denen ein MRT sinnvoller ist, als eine Mammographie. Üblicherweise wird die Untersuchung jedoch leider nicht von der Krankenkasse übernommen, lediglich bei einer bekannten Brustkrebserkrankung und nicht ausreichender Diagnostik durch Ultraschall und Mammographie kann die Untersuchung durch die Kasse getragen werden.

Die Untersuchung an unseren beiden hochauflösenden Mamma-MRT-Geräten (3 Tesla; 1,5 Tesla) dauert etwa 30 Minuten.
Wichtig: Bei Frauen mit regelmäßiger Monatsblutung sollte die Untersuchung zwischen dem 5. und 14. Zyklustag durchgeführt werden, weil dann die Beurteilbarkeit und die Aussagekraft der Untersuchung am besten ist.

Sollten Sie noch Fragen zur Untersuchung oder etwas nicht genau verstanden haben, rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Das Team des Brustzentrums sowie die Kollegen der Radiologie helfen Ihnen gerne weiter (siehe Kontaktbox rechts).

Indikationen

Nach Operationen kann die Beurteilung der Brustdrüse durch Mammographie und Sonographie erschwert sein. In speziellen Fällen kann die Mamma-MRT zur Unterscheidung Narbengewebe/Tumorgewebe beitragen.

Weiterhin ist die Methode bei Frauen mit genetischer Belastung einsetzbar. Sie ist ein etabliertes Verfahren zum Screening von Risikopatientinnen und muss hier als ergänzendes Diagnoseverfahren zu Mammographie und Sonographie gesehen werden.

Bei Patientinnen mit histologisch gesichertem Mammakarzinom stellt das präoperative lokale MRT Staging eine Indikation dar. Die Empfehlung der aktuellen S3 Leitlinie zur Früherkennung von Brustkrebs in Deutschland schlägt das präoperative Staging mit der MRT bevorzugt für lobuläre Mammakarzinome vor.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung an unserem Magnetom Sypmphony 1,5 T (Fa. Siemens) dauert etwa 30 Minuten. Zuerst wird eine Infusionsnadel in eine Armvene gelegt und über einen Infusionsschlauch mit einer automatisierten Spritze verbunden. So können wir während der Untersuchung das Kontrastmittel spritzen, ohne Sie bewegen zu müssen. Sie liegen auf einem beweglichen Tisch und werden in die Öffnung des Magneten gefahren. Während der Untersuchung liegen Sie in Bauchlage in der Röhre des Magneten, der einen Durchmesser von 60cm hat und etwa 120cm lang ist. Die Brust wird jeweils in eine Vertiefung des Lagerungspolsters gebettet. Es ist absolut wichtig, dass Sie sich während der ganzen Untersuchung nicht bewegen. Über eine eingebaute Wechselsprechanlage können Sie uns jederzeit kontaktieren. Sie bekommen außerdem einen Klingelknopf in die Hand, mit dem Sie uns zusätzlich rufen können.

Während der Untersuchung werden Sie mehr oder weniger laute klopfende und summende Geräusche hören. Diese Geräusche beruhen auf elektromagnetischen Schaltungen und sind ganz normal. Um Sie vor zu lauten Geräuschen zu schützen, bekommen Sie von uns Kopfhörer.

Wir haben für Sie eine Musikanlage installiert, über die wir Ihnen während der Untersuchung Musik einspielen. Gerne können Sie auch Ihre eigene Wunsch-Musik-CD mitbringen.

Vorbereitung

Informieren Sie uns im Vorfeld über alle Metallteile im und am Körper, sie beeinträchtigen die Qualität der Bilder. Zudem können elektronische Geräte (z.B. Handys) sowie Kredit- und Chipkarten durch das starke Magnetfeld kaputt gehen. Nicht zuletzt sind auch Verletzungen möglich: So kann etwa der Metallstaub in bleibenden Tätowierungen - im Untersuchungsbereich - zu Hautverbrennungen führen.

Entfernen Sie vor der Untersuchung alle abnehmbaren Metallteile, also beispielsweise Brille, Uhr, Schmuck, Haarspangen, Hörgeräte, herausnehmbaren Zahnersatz, Piercings. Verzichten Sie auch auf Salben oder Cremes mit metallischen Inhaltsstoffen.

Bei festen Metallteilen im Körper wie Gelenkprothesen, Knochennägel, Metallsplitter (Verletzungen), mechanische Herzklappen oder einer Spirale (Empfängnisverhütung) ist eine MRT meist möglich, wobei besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Nicht möglich ist die Kernspintomografie bei Herzschrittmacherträgern oder anderen sogenannten bioelektronischen Implantaten (z.B. Defibrillator, Insulinpumpe, Neurostimulator, Cochleaimplantat), da sie bei der Untersuchung beschädigt werden können.

Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen

Die Kernspintomographie wird seit über 20 Jahren in Deutschland eingesetzt und bislang sind keine Nebenwirkungen bekannt. Das starke Magnetfeld verursacht weder Schmerzen noch Unwohlsein. Auch die verabreichten Kontrastmittel verursachen selten Probleme: Meist werden Gadoliniumverbindungen eingesetzt, die sehr gut verträglich sind.

Nur in sehr seltenen Fällen reagieren Patienten allergisch. Diese seltenen Reaktionen zeigen sich in Hautrötungen und Juckreiz, evtl. auch durch leichte Übelkeit direkt nach der Untersuchung. Die Reaktion ist nicht schwerwiegend und kann, falls notwendig, mit Medikamenten gut behandelt werden. Schwerwiegende Unverträglichkeiten sind außerordentlich selten.

Bei unklaren Befunden im Rahmen der Bildgebung (d.h. bei Mammographie, Sonographie oder im MRT) empfehlen wir oft eine Gewebeprobe in örtlicher Betäubung. Diese Untersuchung ist meist ohne großen Aufwand zeitnah möglich, schafft für unsere Patientinnen Klarheit und ist wenig belastend. Das histologische Ergebnis liegt üblicherweise am nächsten Werktag vor.

Ultraschallgestützte Stanzbiopsie
Die Stanzbiopsie ist heute die Standardmethode für die Gewebeentnahme aus Knoten und Herdbefunden, die im Ultraschall sichtbar sind. Diese Intervention ist schmerzarm und ohne große Risiken durchführbar. Hierbei wird zunächst eine lokale Betäubung eingebracht – diese spüren Sie natürlich noch, es fühlt sich etwa an wie bei einer Impfung. Hiernach aber kann der Rest der Untersuchung schmerzfrei erfolgen. Dazu wird eine Hohlnadel als Führungskanal an den Befund gebracht, hierdurch führen wir eine weitere Hohlnadel an einem Stanzgerät ein. Bei Auslösen des Gerätes wird die Nadel mit hoher Geschwindigkeit in die Brust „geschossen“, was dramatisch klingt, aber nicht weh tut. Der Führungskanal ermöglicht es uns, drei bis fünf kleine zylinderförmige Stanzen aus unterschiedlichen Stellen des verdächtigen Gebietes zu entnehmen, ohne mehr als einmal durch Ihre Haut gehen zu müssen. Anschließend halten Sie ein paar Minuten eine Kompresse auf die Injektionsstelle an der Haut, wir bringen ein Pflaster auf und Sie können nach Hause gehen.

Vakuumbiopsie
Die Vakuumbiopsie wird zur Abklärung von Befunden eingesetzt, die bei der Ultraschalluntersuchung nicht darstellbar sind, insbesondere bei „Mikrokalk” (kleinen Kalkablagerungen in der Brust). Hierfür ist ein spezielles Mammographiegerät notwendig, mit dem unter Röntgenkontrolle Biopsien entnommen werden können. Auch diese Methode kann im Hochwaldkrankenhaus angeboten werden, wir führen Sie unter Einsatz eines hochmodernen Tomosynthesegerätes durch. Sollte dies bei Ihnen notwendig sein, können Sie sich über unsere Brustsprechstunde einen Termin geben lassen. Die Probe wird durch unsere radiologische Oberärztin Dr. Kunisch oder unsere gynäkologische Oberärztin Dr. Imhof in enger Abstimmung entnommen. Diese Methode ist etwas aufwändiger als die Stanzbiopsie unter sonographischer Kontrolle, auch müssen Sie als Patientin etwas länger ruhig liegen. Daher besteht die Möglichkeit, sich von uns außer der lokalen Betäubung noch ein „beruhigendes Medikament“ geben zu lassen, so können Sie völlig entspannt die Probe entnehmen lassen. Gerne beraten wir Sie vor der Vakuumbiopsie über die Methode, und natürlich wird auch hier zeitnah das Ergebnis mit Ihnen ausführlich besprochen. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Radiologie unter dem Stichwort Vakuumsaugbiopsie.

MRT-gestützte Biopsie von Brustbefunden
Befunde, die weder mammographisch noch sonographisch dargestellt werden können, können gegebenenfalls per MRT abgeklärt werden, bevor eine „offene Biopsie“ (eine Operation) erfolgen muss.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der Radiologie unter dem Stichwort Stanzbiopsie mit dem MRT.

Offene Biopsie
Heute gelingt es fast immer, unklare Veränderungen in der Brust „minimal-invasiv” – das heißt ohne Operation und ohne Narkose – per Stanzbiopsie (in ca. 95 Prozent der Fälle) oder Vakuumbiopsie (in 5 Prozent der Fälle) abzuklären. Nur noch ganz selten wird die Diagnose durch eine offene Biopsie (eine Operation aus diagnostischen Gründen) gestellt. Ein Grund für eine offene Biopsie könnte zum Beispiel sein, dass der Befund wegen seiner Nähe zu den Rippen einer Stanz- oder Vakuumbiopsie nicht zugängig ist. Meist wird der nicht tastbare Befund unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle mit einem feinen Draht markiert, um die korrekte Navigation zu gewährleisten.
 

Therapie

Die Brustkrebstherapie besteht aus verschiedenen Säulen, die gemeinsam in den meisten Fällen zu einer Heilung führen. Den lokalen Befund entfernt man durch eine Operation und behandelt gegebenenfalls mit einer Bestrahlung nach. Um den ganzen Körper zu schützen, ist eine systemische Therapie notwendig. Dies kann eine Kombination aus einer Tablettentherapie mit „Antihormonen“ und einer Chemotherapie sein oder aber nur eine Antihormontherapie bzw. nur eine Chemotherapie.

Da eine Vielzahl von Fachgebieten in den Behandlungsplan eingebunden ist, spricht man von einer multimodalen Therapie, in der die einzelnen Spezialisten von der Diagnosestellung über die operative Therapie bis hin zur Nachbehandlung und Nachsorge ganz eng zusammenarbeiten, damit „die Räder optimal ineinandergreifen” können. Das Herzstück der Zusammenarbeit bilden die wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenzen, bei denen Experten aller Bereiche (Gynäkologie, Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Pathologie, Hämatologie-Onkologie), die an der Behandlung von Brustkrebs beteiligt sind, an einem Tisch sitzen und individuelle Therapieempfehlungen erarbeiten.

Vom Verzicht auf Schulmedizin zugunsten alternativer Methoden ist dringend abzuraten. Nachgewiesen ist allerdings, dass einige naturkundliche Verfahren in Ergänzung zur Schulmedizin die Lebensqualität während einer Therapie steigern können. Um Ihnen hier fundierte Informationen vermitteln zu können, möchten wir Sie auf die Website des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren der Universität zu Köln hinweisen (» zur Website). Dort können Sie auch eine Broschüre zum Thema herunterladen, die Prof. Josef Beuth im Auftrag der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen verfasst hat.

Ebenfalls nachgewiesen ist die unterstützende Wirkung gezielter Bewegung. Durch regelmäßige körperliche Aktivität (drei- bis fünfmal wöchentlich für jeweils eine halbe Stunde) ist eine Verbesserung der Heilungschance möglich – der Effekt bewegt sich etwa in der Größenordnung einer Antihormontherapie und hat nur positive Nebenwirkungen – just do it!

In wöchentlichen Tumorkonferenzen sprechen Experten aus Radiologie, Gynäkologie, Pathologie, Strahlentherapie sowie gynäkologischer und internistischer Onkologie über alle Patientinnen, bei denen eine Therapieentscheidung zu treffen ist. Zur Qualitätsverbesserung werden Behandlungsabläufe standardisiert. Durch regelmäßige Fortbildungen und Qualitätszirkel halten sich alle an der Therapie beteiligten Arztgruppen sowie das Pflege- und Funktionspersonal methodisch auf dem Laufenden.

Die Operation stellt einen der Schritte auf dem Weg zur Heilung dar. Natürlich ist die Entfernung des Tumors das Hauptziel der Operation. Oft erhalten wir hierbei aber auch wichtige Informationen über den Tumor, so z.B. ob er bereits in die Achsellymphknoten gewandert ist und wie groß er genau ist. Zwar kann dies auch in der vor der Operation durchgeführten Bildgebung (Ultraschall, Mammographie, ggf. MRT der Brust) abgeschätzt werden, endgültig wissen wir es aber erst nach der Operation.
Etwa eine Woche nach der Operation liegen die Ergebnisse all dieser Untersuchungen vor. Diese werden dann in der Tumorkonferenz interdisziplinär besprochen, um die optimale Therapie für Sie festzulegen. Anschließend möchten wir dann in einem so genannten „Konzeptgespräch“ alle Ergebnisse mit Ihnen besprechen und gemeinsam festlegen, ob eine Nachbehandlung erfolgen wird und wie diese aussieht.
Operation ist nicht gleich Operation. Je nach Lage, Größe und Gewebseigenschaften des Tumors und Umfang bzw. Form der Brust kommen unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung. In den allermeisten Fällen erfolgt inzwischen die brusterhaltende Operation, in einigen wenigen muss aber leider weiterhin die Brust entfernt werden.

Brusterhaltende Operation
Erster Schritt der Operation ist die Entfernung des Tumors. Ist der Tumor tastbar, kann man ihn einfach im Gewebe auffinden. Kann man ihn nicht tasten, ist eine Markierung notwendig. Zur Markierung wird am Morgen der Operation unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle ein dünner Draht bis zu dem auffälligen Gebiet vorgeschoben, so dass ein Auffinden während der Operation möglich ist.
Die genaue Schnittführung wird der zuständige Brustoperateur mit Ihnen besprechen. Hier kommt es sehr auch auf Ihr persönliches Empfinden an; wir werden die Schnittführung individuell mit Ihnen festlegen. Hierbei kann es sein, dass der Schnitt zunächst größer erscheint als dies in Ihren Augen notwendig gewesen wäre. Dies wird von uns entschieden, um die Form der Brust möglichst natürlich zu erhalten und keine Einziehungen durch Narben zu hinterlassen. Auch ist es möglich, die Operation mit einer Straffung oder Verkleinerung der Brust zu verbinde; je nach Umfang der Operation kann es hier sinnvoll sein, die zweite, gesunde Brust ebenfalls zu operieren.
Der Tumor wird während der laufenden Narkose durch den Pathologen untersucht. In diesem intraoperativen Konsil kann der Pathologe wichtige Aussagen bezüglich des Randabstandes des Tumors geben. Da wir den Krebs nicht zu knapp entfernen möchten, ist dies für uns sehr wichtig. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass diese intraoperative Beurteilung eine ausführliche Untersuchung des Tumors nach entsprechenden Bearbeitungen nicht ersetzt. Die einzelnen Schritte der Bearbeitung brauchen Zeit, daher erhalten wir ein endgültiges Ergebnis erst nach etwa zwei Tagen.
Einer brusterhaltenden Operation bei Brustkrebs erfolgt üblicherweise die Empfehlung einer Nachbestrahlung der Brust. Nach Operation und Bestrahlung ist das brusterhaltende Vorgehen der vollständigen Brustentfernung absolut gleichwertig, es wird kein Kompromiss zugunsten der Ästhetik auf Kosten der Gesundheit eingegangen.

Brustentfernung (Ablation mammae oder Mastektomie)
Es kann sich aber auch aus medizinischem Grund die Notwendigkeit für eine Brustamputation ergeben, unter anderem in folgenden Fällen:

  • der Tumor ist im Verhältnis zur Brust zu groß, so dass nicht genug Brustgewebe für eine brusterhaltende Operation erhalten werden kann
  • der Tumor hat eine tumortypische Entzündungsreaktion der Brusthaut ausgelöst

Die genannten Fälle sind nicht unbedingt zwingende Indikationen. Wir werden jede Patientin individuell beurteilen und beraten und nicht einfach nach diesen Grundregeln operieren. Wir werden mit Ihnen offen über die Notwendigkeit einer Brustentfernung sprechen, wenn wir diese für medizinisch notwendig erachten.
Die Entfernung der Brustdrüse kann inzwischen entweder als vollständige Mastektomie oder als sogenannte subcutane Mastektomie erfolgen. Bei der vollständigen Mastektomie wird meist ein ovaler Schnitt über die Brust geführt, der die Brustwarze mit einbezieht. Von diesem Schnitt aus wird nun das Brustgewebe von der Brustwand abgetrennt und mit der Haut entfernt. Bei der subcutanen Mastektomie werden wir mit Ihnen die Schnitttechnik vorher besprechen, möglich sind Schnittführungen um den Warzenhof herum, etwas nach lateral auslaufend oder in der Unterbrustfalte. Hierüber wird das Drüsengewebe entfernt, die Brustwarze bleibt bestehen und anschließend wird ein Silikonimplantat eingelegt.
Die Operation – egal welche Variante – wird heute sehr viel schonender durchgeführt, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war, die Brustmuskulatur bleibt unberührt. Vorteil der heutigen Operationsverfahren ist, dass wesentlich bessere kosmetische Ergebnisse erzielt werden, dass die Beeinträchtigung der Beweglichkeit minimal ist und dass die Gefahr einer Armschwellung (Lymphödem) deutlich reduziert wurde.

Die subcutane Mastektomie
Diese Methode kann vor allem angewandt werden, wenn der Tumor weit genug von der Brustwarze entfernt liegt. Wir werden Sie individuell beraten. Im Rahmen der Operation wird ein Silikonimplantat eingelegt; wenn Sie dies nicht möchten, kann die OP-Technik nicht angewandt werden. Die Technik ist außerdem nicht geeignet, wenn nach der Operation noch eine Bestrahlung erfolgen muss, was beispielsweise bei Lymphknotenbefall notwendig werden kann. In diesem Fall müssen Sie wissen, dass etwa 50 Prozent der Frauen Komplikationen am Implantat nach Radiatio erleben, die dazu führen, dass sie das Implantat wieder entfernen lassen – dann kann gegebenenfalls ein Ersatz durch Eigengewebe erfolgen.

Die vollständige Mastektomie
Viele, vor allem junge Frauen fürchten sich vor dem Eingriff der Brustamputation, da sie einen Verlust ihrer Weiblichkeit befürchten. Dank der plastischen Chirurgie ist es heute jedoch möglich, einen Wiederaufbau der Brust durchzuführen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wiederaufbau der Brust durch Implantate
Entscheidet sich eine Frau für diese Methode, so wird üblicherweise noch in derselben Operation ein Expander unter die Muskulatur oder unter die Haut gelegt. Dieser wird regelmäßig aufgefüllt – etwa 50 Milliliter alle zwei Wochen in der Brustsprechstunde unserer Ambulanz oder auch bei Ihrem Gynäkologen. Durch das langsame Auffüllen des Expanders kommt es zu einer Dehnung der Haut und somit zu einem Ausgleich des Hautverlustes. Hat die Brust die gewünschte Größe erreicht, wird der Expander entfernt und eine endgültige Prothese eingesetzt. In der Ambulanz können wir Ihnen Prothesen zeigen und in die Hand geben, damit Sie sich das besser vorstellen können – fragen Sie danach! Rheumatische Erkrankungen und sogar Tumoren wurden mit Silikonprothesen in Verbindung gebracht. Bis heute gibt es jedoch keinen Hinweis für diese Vermutungen, so dass alle wichtigen ärztlichen Gremien bundesweit den Einsatz von Silikon heute wieder befürworten. Silikongel bietet den Vorteil, dass es dem Brustgewebe vom Tastgefühl am ähnlichsten ist.
In demselben Eingriff kann neben dem Prothesenwechsel eine Straffung der anderen Brust durchgeführt werden, um eine optimale Anpassung an Form und Größe zu erreichen.
In einer weiteren Operation ist es sogar möglich, eine Brustwarze wiederherzustellen. Für Frauen, die weitere Operationen ablehnen, ist es möglich, durch eine Prothese, die in den BH eingelegt wird, die äußere Erscheinung so anzupassen, dass die Operation nicht auffällt. Es gibt auch die Möglichkeit, ein echt wirkendes Tattoo der Brustwarze anbringen zu lassen. Beispiele sehen Sie unter diesem Link.

Brustaufbau mit Eigengewebe
Neben dem Wiederaufbau mit Prothesen kann auch eine Rekonstruktion der Brust mit Eigengewebe durchgeführt werden. Jede Art der Rekonstruktion hat ihre Vor- und Nachteile, daher ist die Entscheidung, ob der Wiederaufbau Ihrer Brust mit einer Implantatrekonstruktion oder mit einer Eigengewebsrekonstruktion erfolgt, immer eine sehr individuelle, die wir mit Ihnen persönlich besprechen werden.
Bei einem Wiederaufbau durch eigenes Gewebe gibt es verschiedene Methoden, wobei in unserer Abteilung deutlich der Wiederaufbau durch einen so genannten „freien Lappen“ bevorzugt wird.
Der Wiederaufbau durch freie Lappen erfolgt vor allem mit Fett- und Hautgewebe. Diese auch als Perforatorlappen bezeichnete Methode wird bei uns im Haus durch die plastischen Chirurgen der beiden Frankfurter Praxen Dres. Holle und Wingenbach beziehungsweise Dres. Just und Peek durchgeführt. Alle diese Operateure verfügen über eine langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet und können durch diese Technik sehr gute Ergebnisse erzielen. Die Operation erfolgt jeweils hier in unserem Haus, so dass Sie nur zum Vorgespräch nach Frankfurt fahren müssten.

Operation der Lymphknoten in der Achselhöhle
Während der Operation möchten wir auch erfahren, ob der Tumor weiter fortgeschritten ist. Einen Anhalt hierzu gibt uns unter anderem die Untersuchung von axillären Lymphknoten. Früher wurden hier sehr viele Lymphknoten entfernt mit dem Ergebnis, dass die Frauen hinterher oft einen Lymphstau im Arm hatten – der Arm wurde dick. Heute können wir eine sehr sanfte Methode anwenden, die so genannte Wächterlymphknotenentfernung.
Bei dieser Methode wird am Vortag der Operation um den Warzenhof herum ein leicht radioaktives Mittel (Technetium) gespritzt, das sich in dem ersten oder den ersten Lymphknoten anreichert. Ob bei Ihnen einer oder mehrere Lymphknoten das radioaktive Mittel speichern, hängt sehr von Ihrem Körper ab, so dass man es vorher nicht sagen kann. Durchschnittlich stellen sich zwei Lymphknoten als Wächterlymphknoten dar. Der Einfachheit halber spricht man immer von „dem Wächterlymphknoten“ und nicht von mehreren.
Der Wächterlymphknoten bewacht nicht etwa die Achselhöhle; er ist nur der erste in der Reihe der axillären Lymphknoten. Wird er entfernt, ist einfach ein anderer Lymphknoten dieser erste. Diesen Wächterlymphknoten suchen wir bei der Operation mit einer speziellen Sonde (einer Gammasonde, einfach erklärt einer Art Geigerzähler) auf, der Lymphknoten muss zur Untersuchung entfernt werden. Er wird vom Pathologen während der Operation untersucht. Dieser kann einen Befall mit relativer Sicherheit feststellen oder ausschließen – auch hier ist jedoch zu beachten, dass dieser so genannte Schnellschnitt nicht die ausführliche Aufarbeitung ersetzt und daher auch in den Tagen nach der Operation noch ein Befall festgestellt werden kann. Dies passiert zum Glück relativ selten.
Für den Fall, dass ein Wächterlymphknotenbefall vorliegt, wählen wir heute ebenfalls ein schonenderes Verfahren. Bis vor einigen Jahren galt es als unumgänglich, bei Befall des Wächterlymphknotens eine vollständige Axilladissektion durchzuführen, d.h. mindestens zehn bis 15 Lymphknoten zu entfernen. 2011 zeigte jedoch eine Studie, dass bei Befall von einem bis zwei Wächterlymphknoten und einer brusterhaltenden Operation mit anschließender Bestrahlung die Axilladissektion keinen Vorteil bietet, so dass wir hiervon inzwischen absehen. Sollten jedoch drei oder mehr Wächterlymphknoten oder mindestens ein Lymphknoten, der nicht als Wächterlymphknoten identifiziert werden konnte, vom Tumor befallen sein oder aber eine Mastektomie statt einer brusterhaltenden Operation durchgeführt werden, haben wir keine Daten, die zeigen, dass eine Axilladissektion unterlassen werden kann. Daher werden wir in diesen Fällen leitliniengerecht mindestens zehn Lymphknoten entfernen. 
Wichtig bei der operativen Therapie eines bösartigen Brusttumors ist die Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle, da diese meist der erste Ort sind, in den eine Streuung stattfindet. Die Entnahme dieser Lymphknoten dient daher zusätzlich zur Entscheidung, wie Ihre weitere Therapieempfehlung ausfällt.

Östrogen ist das wichtigste weibliche Geschlechtshormon. Viele Tumoren der weiblichen Brust sind östrogen- und/oder progesteronabhängig. Das bedeutet, dass bei diesen Tumoren das Wachstum durch Hormone beeinflusst wird. Vereinfacht kann man sagen, dass das Tumorwachstum durch einen hohen Östrogenspiegel gefördert und durch Antiöstrogene (Östrogen-Rezeptorblocker) gehemmt wird. Die so genannte Hormontherapie ist also eigentlich eine „Anti“-Hormontherapie. Sie wird nach der Operation zur Vorbeugung eines späteren Wiederauftretens der Erkrankung (Rezidiv) eingesetzt.
Aber auch in Fällen, in denen es zu einem Rezidiv oder einer Streuung (Metastasierung) des Tumors gekommen ist, kann eine Hormontherapie wirksam sein. Welche der verschiedenen Behandlungen für Sie in Frage kommt, ist unter anderem davon abhängig, ob Sie vor oder nach Eintritt der Wechseljahre an Brustkrebs erkranken. Für jede Patientin wird jedoch individuell über die Therapie entschieden, wir werden dies mit Ihnen besprechen. Zur Therapieplanung sollten uns bei Ihnen bestehende Risikofaktoren (vor allem Venen-erkrankungen wie Thrombose, Herzerkrankungen, Osteoporose/Knochenschwund) und die anderen von Ihnen eingenommenen Medikamente bekannt sein. Die einzelnen Therapien erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Tamoxifen
Bestimmte Tumorzellen haben Empfangsstellen (Rezeptoren), welche auf das Vorhandensein von Östrogen mit verstärktem Wachstum reagieren. Tamoxifen hemmt diese Rezeptoren in ihrer Funktion. Die Folge ist: Die Wachstumsstimulation der Tumorzelle bleibt aus.

Aromatasehemmer
Bei Patientinnen nach den Wechseljahren werden die im Körper hergestellten Östrogene hauptsächlich im Fettgewebe gebildet, in dem Nebennierenrindenhormone zu Östrogenen umgewandelt werden. Die Aromatasehemmer führen zu einer Verminderung dieser Umwandlung. Hier gibt es die Wirkstoffe Anastrozol, Letrozol und Exemestan.

Fulvestrant
Fulvestrant (Faslodex®) ist ein Östrogenrezeptor-Antagonist. Es bindet an die Östrogenrezeptoren, blockiert sie so und reguliert sie außerdem herunter, d.h. es vermindert die Anzahl der Östrogenrezeptoren. Fulvestrant kommt zum Einsatz, wenn die herkömmlichen Hemmstoffe wie Anti-Östrogene und Aromatasehemmer bereits gegeben wurden und hiermit keine ausreichende Wirkung erreicht werden konnte, also hierunter ein Wachstum des Tumors aufgetreten ist. In dieser Situation kann man in vielen Fällen mit Fulvestrant noch eine gute Hemmung des östrogenvermittelten Tumorwachstums erreichen.

Ausschaltung der Funktion der Eierstöcke
Die Östrogene werden vor den Wechseljahren zum Großteil in den Eierstöcken hergestellt. Die Herstellung der Östrogene in den Eierstöcken kann medikamentös blockiert werden. Die betroffenen Patientinnen werden durch diese Medikamente (GnRH-Analoga) künstlich in die Wechseljahre versetzt, die Eierstockfunktion kommt zum Erliegen.
GnRH-Analoga sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die dem Hormon gleichen, das die Produktion von Östrogenen in den Eierstöcken regelt. Diese Medikamente werden in monatlichen oder vierteljährlichen Abständen gespritzt und kommen bei Frauen vor den Wechseljahren (Menopause) zum Einsatz.

Chemotherapeutische Medikamente (Zytostatika) sind in der Lage, Tumorzellen abzutöten oder zumindest in ihrem Wachstum zu hemmen. Sie werden meist intravenös (in die Vene) verabreicht und verteilen sich im ganzen Körper. Sie können natürlich kranke und gesunde Zellen nicht unterscheiden – daher wirken sie auch auf gesunde Zellen und führen dann zu Nebenwirkungen.

Am intensivsten wirken die Zytostatika aber auf schnell wachsende Zellen, zu denen die Krebszellen gehören. Vorrangiges Ziel der Chemotherapie ist es, das Entstehen von Tochtergeschwülsten (Metastasen) im Körper zu verhindern oder zu behandeln. Zum einen wird eine Chemotherapie nach der Operation bei Patientinnen eingesetzt, die keine Metastasen haben, bei denen aber ein gewisses Risiko des Wiederauftretens der Erkrankung besteht. Es handelt sich hier also um eine vorbeugende (= adjuvante) Maßnahme. Die Therapie ist notwendig, da wir nie sicher sagen können, ob sich nicht noch Tumorzellen in Ihrem Körper befinden, die nur auf der Suche nach einem geeigneten Ort sind, um dort eine Metastase zu bilden. Es wäre schön, wenn die Wissenschaft schon weit genug wäre, solche Zellen zu entdecken. Dazu gibt es zwar verschiedene Ansätze, allerdings ist noch keiner wissenschaftlich genug abgesichert; von den selbst zu zahlenden Untersuchungen raten wir daher ab – sprechen Sie uns gerne darauf an.

Natürlich können wir nicht sicher sagen, ob Sie zu den Frauen gehören, die auch ohne Chemotherapie gesund geblieben wären, ebenso nicht, ob Sie zu denen gehören, die auch mit der Chemotherapie einen Rückfall erleiden. Wir können lediglich abschätzen, wie wahrscheinlich Frauen mit einem Tumor der Art, die wir bei Ihnen festgestellt haben, einen Rückfall erleiden und wie gut wir diese Wahrscheinlichkeit durch unsere Therapieempfehlungen senken können.

Erfolgt die Chemotherapie nach der Operation, sprechen wir von einer „adjuvanten Chemotherapie“, sie beginnt etwa drei bis maximal sieben Wochen nach der Operation.

Wird bereits vor der Operation eine Chemotherapie durchgeführt, spricht man von einer neoadjuvanten Chemotherapie. Diese Behandlungsstrategie wird in letzter Zeit immer häufiger eingesetzt. Für eine Chemotherapie vor der Operation sprechen verschiedene Gründe. Der offensichtlichste ist eine Verkleinerung des Tumors, um die Operation besser brusterhaltend durchführen zu können. Unsere Leitlinie empfiehlt inzwischen die neoadjuvante Chemotherapie aber auch bei kleinen Tumoren, wenn (z.B. aufgrund der Eigenschaften des Tumors) bereits vor der Operation fest steht, dass eine Chemotherapie notwendig ist. Eine Chemotherapie bereits vor der Operation ist dann sinnvoll, weil wir – wie bereits Beginn erläutert – die Gefahr für Ihr Leben nicht in dem Tumor in der Brust, sondern in der Fähigkeit dieses Tumors sehen, in lebenswichtige Organe zu wandern. Außerdem kann man bei diesem Ablauf sehen, ob der Tumor auf die Therapie anspricht, also kleiner wird. Wir werden während der Therapie etwa alle vier bis sechs Wochen Kontrollen durchführen und mit Ihnen die Ergebnisse jeweils besprechen. Wird der Tumor kleiner, wissen Sie, warum Sie die Therapie durchführen lassen, und es motiviert Sie zum Durchhalten. Bei Nicht-Ansprechen kann die Therapie frühzeitig umgestellt werden.

Aber auch bei Patientinnen, bei denen bereits Metastasen festgestellt wurden, kann eine Chemotherapie zur Rückbildung des Tumors führen. In dieser Situation bezeichnen wir die Therapie als eine palliative Chemotherapie.  

Ob und wie chemotherapiert wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie Ihrem Alter, der Tumorgröße und den biologischen Eigenschaften des Tumors. Letztere werden für die Therapieentscheidung immer wichtiger, so dass wir Sie bitten möchten, sich nicht pauschal mit anderen Frauen mit gleicher Tumorgröße zu vergleichen. Auch werden bei manchen Frauen die Zytostatika mit so genannten zielgerichteten Therapien kombiniert.

Die sogenannten „Zielgerichteten Therapien” („targeted therapies”) stellen eine neuere Variante in der Krebsbekämpfung dar. Die klassischen Chemotherapien, ohne die wir leider noch nicht auskommen können, richten sich vor allem gegen die DNA der Tumorzellen. Sie funktionieren vor allem deshalb gegen den Krebs, weil Krebszellen sich schneller und häufiger teilen als andere Körperzellen und daher empfänglicher für die Chemotherapie sind. Da andere Körperzellen sich aber auch teilen, werden auch sie durch die Therapie beeinträchtigt, das bekannteste Beispiel hierfür ist das Haarwachstum. Da die Haare stetig wachsen, sind sie auch für die Chemotherapie sehr empfindlich und fallen im Laufe der Therapie aus.

Die Zielgerichteten Therapien, die in den 1990er Jahren aufgekommen sind, richten sich gegen andere Eigenschaften bösartiger Zellen, und können daher spezifischer den Krebs bekämpfen. Sie sind daher besser verträglich, andererseits muss man aber auch sehr auf die genauen Eigenschaften der einzelnen Erkrankung achten, damit man die richtige Substanz einsetzt. Die erste Einteilung, die man diesbezüglich machen kann, betrifft das Vorhandensein des sogenannten „Her2neu-Rezeptors”. Wird dieser vermehrt durch die Zelle produziert (medizinisch: Her2neu-Überexpression), so kann man gezielt an diesen ansetzen und so das Zellwachstum hemmen. Hierfür kommen die Antikörper Trastuzumab und Lapatinib zum Einsatz.

Diese und weitere im Rahmen der systemischen Therapien in der Gynäkologie zum Einsatz kommende Medikamente möchten wir Ihnen hier näher vorstellen.

Trastuzumab (Herceptin®)
Trastuzumab, das man unter dem Namen Herceptin® kennt, wird therapeutisch angewendet bei Patientinnen, deren Tumor den so genannten Her2neu-Rezeptor besitzt (medizinisch: Her2neu-Überexpression).
Ein Rezeptor funktioniert ähnlich einem Schloss, für dessen Öffnung man einen Schlüssel benötigt. Dieser Rezeptor sendet, wenn er durch seinen „Schlüssel“ geöffnet wird, Wachstumssignale an die Brustkrebszelle. Mit Trastuzumab gibt es einen Antikörper, der den Rezeptor blockiert, sozusagen das Schloss verstopft, so dass keine Wachstumssignale mehr an die Zelle weitergegeben werden können.

Pertuzumab (Perjeta®)
Pertuzumab ist ein neues Mittel, um den Her2neu-Rezeptor zu blockieren. Auch Pertuzumab ist ein Antikörper, der einen Rezeptor blockiert wie auch Trastuzumab. Derzeit erhalten alle Frauen, die eine Chemotherapie vor der Operation erhalten, beide Antikörper, die so genannte „duale Blockade“.

T-DM1 (Kadcyla®)
T-DM1, das man unter dem Namen Kadcyla® kennt, wird therapeutisch angewendet bei Patientinnen, deren Tumor den so genannten Her2neu-Rezeptor besitzt (medizinisch: Her2neu-Überexpression). Bei diesem Medikament wird der Her2neu-Rezeptor benutzt, um ein Chemotherapeutikum in die Zelle einzuschleusen und so vor allem diese und nicht alle Zellen im Körper zu bekämpfen. Bisher besteht eine Zulassung für Frauen, die bereits Metastasen haben oder bei denen nach einer neoadjuvanten Chemotherapie noch Tumorrest vorhanden ist.

Bevacizumab (Avastin®)
Bevacizumab, welches unter dem Namen Avastin® bekannt ist, wirkt anti-angiogenetisch, d.h. gegen Gefäßwachstum. Ein Tumor benötigt viele neue Gefäße um zu wachsen. Die Neubildung dieser Gefäße verhindern wir mit Bevacizumab, so dass der Tumor wirksam bekämpft werden kann. Bevacizumab kommt bisher vor allem bei fortgeschrittenem Brustkrebs zum Einsatz.

Atezolizumab (Tecentriq®)
Atezolizumab (Tecentriq®) wirkt, indem es das eigene Immunsystem dazu bringt, den Krebs zu bekämpfen. Es ist bereits länger für die Therapie von Lungen- und Blasenkrebs zugelassen, im Rahmen der Brustkrebstherapie kommt es aktuell bei Frauen mit fortgeschrittenem, triple-negativem Brustkrebs zum Einsatz. Weitere Einsatzmöglichkeiten gibt es aktuell im Rahmen von Studien, an denen wir auch teilnehmen.

Everolimus (Afinitor®)
Everolimus oder RAD-001 ist unter dem Namen Afinitor® auf dem Markt. Es ist ein Hemmstoff des mTor-Enzyms, das den Tumorzellstoffwechsel auf verschiedene Weisen beeinflusst. Es ist zugelassen bei Frauen, deren Tumor auf Hormone reagiert, bereits metastasiert ist und bei denen ein Wachstum unter Letrozol oder Anastrozol aufgetreten ist. Es wird in Kombination mit Exemestan eingesetzt.

Olaparib (Lynparza®)
Olaparib nutzen wir bei der Therapie von Patientinnen mit BRCA 1/ BRCA 2 Mutationen, d.h. mit genetisch bedingtem Brustkrebs. Dies muss vor der Therapie im Rahmen einer Blutuntersuchung bestätigt werden, denn nur bei diesen Patientinnen wirkt das Medikament. Liegt eine BRCA Mutation vor ist einer der Reparaturmechanismen, mit denen sich die Krebszelle gegen eine Zerstörung schützt, nicht funktionsfähig. Den zweiten Reparaturmechanismus schaltet Olaparib aus.

Andere Zielgerichtete Therapien
Medikamente zur Bekämpfung von Krebs werden ständig weiterentwickelt, um die optimale Therapie zu finden. Hier ist nur eine Auswahl aufgeführt, wir können auch nicht jede Neuerung sofort in den Text einarbeiten. Die neuesten Medikamente werden zunächst in verschiedenen Versuchen getestet, bevor sie bei uns zur Anwendung kommen. Genaueres zu Studien, an denen wir teilnehmen, und inwiefern dies für Sie wichtig sein könnte, finden Sie unter Studien.

Der Einsatz der modernen Strahlentherapie hat es ermöglicht, den meisten Frauen eine brusterhaltende Therapie mit den gleichen Heilungschancen wie bei Entfernung der Brust anzubieten. Im Falle einer solchen brusterhaltenden Operationstechnik ist eine anschließende Bestrahlung der betroffenen Brust erforderlich, um das Risiko eines Rezidivs in der Brust zu verringern. Auch Patientinnen nach einer Brustentfernung wird in bestimmten Fällen zu einer Strahlentherapie geraten. Liegt eine Vorstufe, also ein DCIS, vor und es erfolgte die brusterhaltende Operation, wird im Gespräch mit Ihnen abgewogen werden, ob eine Bestrahlung für Sie sinnvoll ist oder nicht.

Die Strahlentherapie wird heute so genau geplant, dass die Schädigung von gesundem Gewebe sehr gering ist. Die Dosis, die notwendig ist, um Tumorzellen zu zerstören, wird in viele kleine Portionen unterteilt, damit sich das gesunde Gewebe wieder erholen kann. Die Anzahl der Bestrahlungen hängt daher nicht von der Schwere der Krankheit ab, sondern dient der Schonung des gesunden Gewebes. Nach brusterhaltender Operation wird die Brust in ca. 25, jeweils nur wenige Minuten dauernden Sitzungen homogen, d.h. gleichmäßig bestrahlt, danach erfolgt in fünf bis acht Sitzungen eine gezielte, ergänzende Bestrahlung des Brustbereiches, in dem der Tumor saß („Boost“).

Da dies eine häufige Anreise erfordert, ist es sinnvoll, eine möglichst wohnortnahe Strahlenklinik zu wählen. Bevor die Bestrahlung beginnt, findet ein Vorgespräch in der von Ihnen gewünschten Klinik statt. Der Termin hierfür wird üblicherweise durch uns für Sie vereinbart. Im Rahmen des Vorgespräches erhalten Sie weitere Informationen bezüglich des genauen Ablaufs der Strahlentherapie und es erfolgt die Therapie-Planung.
Krebszellen besitzen ein weniger gut funktionierendes Reparatursystem als gesunde Zellen. Deshalb ist eine Bestrahlung überhaupt möglich. Die Strahlen können nicht zwischen gutartigen und bösartigen Zellen unterscheiden, erst die Reaktion auf die Strahlen macht den Unterschied.

Nach Heilung der Operationswunde – im Allgemeinen drei bis sechs Wochen nach der Operation – wird mit der Behandlung begonnen. Die Brust wird von schräg vorne und von schräg hinten (tangential) so bestrahlt, dass die im Körperinneren liegenden Organe (Lunge, Herz, Rückenmark) optimal geschont werden. Grundlage der täglichen Bestrahlung ist eine aufwändige, individuelle 3D-Bestrahlungsplanung. Hierzu wird im ersten Schritt eine spezielle Computertomographie zur Bestrahlungsplanung (Bestrahlungsplanungs-CT) in der Position der späteren Bestrahlung durchgeführt, bei der erste Markierungen für die tägliche Lagerung der Patientin auf der Haut aufgebracht werden. Nach der Berechnung der Bestrahlung mit Hilfe eines speziellen Bestrahlungsplanungsprogrammes wird der Bestrahlungsplan bei der ersten Bestrahlung auf den Körper des Patienten zurückübertagen und die tägliche Bestrahlung mittels Laserlagerung und einer Art „Röntgenbild“ am Bestrahlungsgerät überwacht (bildgeführte Strahlentherapie). Dies erhöht weiter die Präzision und vermindert Nebenwirkungen.

Intraoperative Strahlentherapie (IORT): Pro und Contra
Manche Kliniken werben mit der intraoperativen Strahlentherapie, bei der während der Operation nach Tumorentfernung eine Bestrahlung des Wundgebietes durchgeführt wird. Dies geschieht üblicherweise als „vorgezogener Boost“, die sonst nach der Homogenbestrahlung folgende Extra-Bestrahlung des Tumorlagers wird also vorgezogen und während der Operation durchgeführt. Ob dies vorteilhaft oder nachteilig ist, ist bisher unklar, da es keine einzige Studie gibt, die das Standardkonzept (OP, dann Homogenbestrahlung, dann boost) mit dem IORT-Konzept (OP-intraoperativer boost, Homogenbestrahlung) vergleicht.
Während Vorteile also bisher nicht bewiesen werden konnten, hat das IORT-Konzept deutliche Schwachpunkte: zum einen gibt es für Patientinnen, die nach IORT noch einmal wegen ungenügender Sicherheitsabstände nachoperiert werden müssen („Nachresektion“), kein sinnvolles Konzept. Bei diesen Frauen wurde weder ein wirksamer IORT-Boost verabreicht, noch kann man nach der Homogenbestrahlung einen externen Boost anwenden. Zum anderen ist bisher völlig ungeklärt, wie sich die halbjährige (chemotherapiebedingte) Pause zwischen IORT und Homogenbestrahlung bei den Patientinnen auswirkt, die eine Chemotherapie benötigen. Ein weiterer Schwachpunkt ist das durch die hohe Einmaldosis des Boosts bedingte, wesentlich häufigere Auftreten von Fettgewebsnekrosen, d.h. Absterben von Gewebe in der Brust, die sich durch Wundheilungsstörungen und unbefriedigende kosmetische Ergebnisse manifestieren. Wir haben in der Folge einer IORT bereits eine ganze Reihe von auswärts vorbehandelten Frauen nachoperieren müssen, einige davon sogar brustentfernend, da große Gewebsvolumina durch die IORT geschädigt wurden. Daher sind wir davon überzeugt, dass unser bewährtes, klassisches Konzept bessere Behandlungserfolge erzielt als die IORT.
Der Trend der intraoperativen Strahlentherapie ist inzwischen auch wieder deutlich rückläufig (Stand 2020). Viele Kliniken, die die teuren Geräte angeschafft haben, nutzen sie nicht mehr oder nur noch sehr wenig – wir sind daher froh, uns gegen diese Anschaffung entschieden zu haben, und sind sicher, Ihnen mit dem klassischen Konzept die beste Therapie zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur Strahlentherapie finden Sie auch auf der Seite der Radioonkologie des Klinikums Wetzlar.

Nebenwirkungen
In den allermeisten Fällen ist die Strahlentherapie eine sehr nebenwirkungsarme Form der Therapie. Einige Patientinnen berichten während und einige Wochen nach Beendigung der Bestrahlung über leichte Hautirritationen (ähnlich einem leichtem Sonnenbrand). Starke Nebenwirkungen wie z.B. Schädigungen der Lunge oder des Herzens treten durch oben erläuterte Lagerung und Planung heutzutage kaum noch auf. Ihr Risiko auf langfristige Schädigungen der Lunge nach Bestrahlung steigen jedoch deutlich, wenn Sie Raucherin sind.
Nach Beendigung der Bestrahlung beginnt in der Regel die Nachsorge durch Ihren Facharzt, hier sollten Sie sich nach etwa drei Monaten erstmalig vorstellen.

Nach der Diagnose einer Krebserkrankung setzen sich fast alle Betroffenen mit einer Vielzahl von bedrohlichen Gefühlen und Gedanken auseinander. Die Erkrankung wird oft als massiver Einschnitt erlebt: Alles bisher Gewohnte und viele zukünftige Ziele scheinen zunächst in Frage gestellt. Angst vor der Rückkehr in den Alltag und Befangenheit im Umgang mit anderen Menschen machen sich bemerkbar. Zweifel an der Wirksamkeit der Behandlung und Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung können aufkommen. Es gibt Zeiten der Hilflosigkeit und der Depression, aber auch Zeiten der Hoffnung und des intensiven Erlebens. Möglichst offene Gespräche können helfen, besser mit der Situation fertig zu werden. Alle Frauen mit malignen (bösartigen) Erkrankungen erhalten daher eine kostenlose psychoonkologische Beratung.
Auch das Zusammenleben in der Familie ist nach der Krebsdiagnose besonderen Belastungen ausgesetzt. Nicht nur Sie als Betroffene, sondern die ganze Lebensgemeinschaft ist in ihrem Gleichgewicht erschüttert worden. Offene Gespräche über Sorgen und Befürchtungen ebenso wie über Erwartungen und Wünsche können auch hier den Weg für eine gemeinsame Bewältigung von Problemen ebnen. Dies gilt besonders für den Bereich der Sexualität. Etwa eine Woche nach der Operation, wenn alle Befunde vorliegen und unser Behandlungskonzept feststeht, möchten wir ein ausführliches Gespräch über Erkrankung und Behandlung mit Ihnen führen. Es ist uns wichtig, besonders in dieses Gespräch auch Ihre Familie bzw. Ihren Mann/Partner einzubeziehen.
Termine für psycho-onkologische Beratungen können an der Rezeption der gynäkologisch-onkologischen Tagesklinik (Tel.: 06032 702-2218) vereinbart werden.
Während der stationären Behandlung und darüber hinaus in der Nachsorge möchten wir Ihnen nicht nur Ihre medizinischen Fragen beantworten, sondern auch aus mitmenschlicher Sicht alles für Sie tun. Das Gespräch mit uns Behandelnden reicht aber allein nicht aus. Wahrscheinlich wünschen Sie sich den Kontakt zu anderen betroffenen Frauen oder zu einer Sozialarbeiterin, die Ihnen Möglichkeiten der Bewältigung im Umgang mit der Krankheit und der sich daraus ergebenden neuen Situation geben. Oft bietet der Erfahrungsaustausch mit ebenfalls Betroffenen eine wichtige Unterstützung. Aus diesem Bedürfnis heraus wurde die „Frauenselbsthilfe nach Krebs” als Selbsthilfegruppe für krebskranke Frauen gegründet.
Nähere Informationen über Treffpunkt und Zeitpunkt der existierenden Gruppen geben
… für Bad Nauheim:
Ulrike Hirt, Tel.: 0163 7432953, E-Mail: fsh-krebs-bn@web.de
Andrea Eiserloh, Tel.: 06034 906131, E-Mail: fsh-krebs-bn@web.de
(Zuletzt aktualisiert am: 17. März 2021 )
… für den Raum Büdingen:
Alexandra Prues, Tel.: 0157 36842648, E-Mail: alexandra.prues(at)gmx.de
Edeltraud Gwilliam, Tel.: 0160 5859726, E-Mail: edelgwit(at)t-online.de
Gerdt Grom, Tel.: 06042 7118, E-Mail: i.grom(at)t-online.de
oder Sie suchen sich "Ihre" Ortsgruppe auf der Website der Frauenselbsthilfe nach Krebs auf
https://www.frauenselbsthilfe.de/kontakt/gruppen-vor-ort.html

Beratung durch den Sozialdienst
Die Diagnosestellung einer bösartigen Erkrankung bedeutet immer einen tiefen Einschnitt im privaten und beruflichen Alltag und bringt oft unvorhergesehene Belastungen und Veränderungen für Sie und Ihre Angehörigen mit sich. Eine länger andauernde Behandlung wirft auch im sozialen und wirtschaftlichen Bereich eine Menge Fragen auf, und es ist wichtig zu wissen, auf welche Sozialleistungen Sie einen gesetzlichen Anspruch haben, welche Ämter zuständig sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.
Der Sozialdienst unseres Hauses steht Ihnen für all diese Fragen gerne zur Verfügung.
Die Mitarbeiter*innen sind Ihre kompetenten Berater*innen und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen und in enger Kooperation mit allen weiteren beteiligten Berufsgruppen das individuelle Vorgehen. Ziel ist, dass Sie das Leben mit der Erkrankung bewältigen und so gut wie möglich in Ihren Alltag zurückkehren können.
Themen der Beratung sind:

  • Sozialrechtliche Angelegenheiten:
    – Information/Beratung zu Sozialleistungen, z.B. Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehinderung;
    – finanzielle Absicherung während der Behandlung, Fragen zum Arbeitsplatz, Härtefond der Deutschen Krebshilfe, Unterstützung bei der Antragstellung
  • Rehamaßnahmen
    – Informationen zu Rehabilitationsmöglichkeiten nach der Akutbehandlung bzw. abgeschlossener Chemo- oder Strahlentherapie,
    – Kostenklärung mit Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern
  • Häusliche Versorgung
    – Klärung des individuellen Pflege- und Hilfebedarfs,
    – Vermittlung ambulanter Dienste (Pflegedienste, Unterstützung im Haushalt, Wundversorgung, Spezielle ambulante Palliativversorgung, ambulante Hospizdienste);
    – Versorgung mit Hilfsmitteln (z.B. Rollator, Pflegebetten, etc.),
    –Essen auf Rädern,
    – Hausnotruf
  • Unterstützung in Krisensituationen
  • Vermittlung zu entsprechenden Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
  • Versorgung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen

Sprechzeiten nach Vereinbarung!
Sollte Ihnen noch kein Termin zur Beratung angeboten worden sein, können Sie gerne mit unseren Sozialarbeiter:innen Kontakt aufnehmen:
Persönlich, telefonisch (06032 702-2231 – hinterlassen Sie bitte gegebenenfalls eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter) oder per E-Mail an sozialdienst.bn(at)gz-wetterau.de
Selbstverständlich sind unsere Mitarbeiter:nnen dem Datenschutz und der Schweigepflicht unterstellt.

Klinikseelsorge und Hospizdienst
Eine Krebserkrankung ruft viele Fragen hervor und löst häufig ein Schwanken zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Mut und Wut aus. Manche fragen sich, warum gerade sie erkranken, und stellen den Sinn des Lebens oder Gott in Frage. Einige Patienten haben den Wunsch, die Erkrankung im Zusammenhang des eigenen Lebens zu verstehen, ihre Bedeutung zu erkennen oder auch das Nichtverstehen nicht allein aushalten zu müssen.
Manche Menschen tröstet ein gemeinsames Gebet, eine Krankensalbung oder das Teilen von Brot in Erinnerung an Jesus, der sich liebevoll für Kranke engagiert hat.
Die Mitarbeitenden der Klinikseelsorge (lesen Sie dazu hier weitere Informationen) sowie des Hospizdienstes und der Hospizhilfe nehmen sich Zeit, Sie individuell zu begleiten. Sie haben Zeit – Zeit zum Zuhören, Zeit zum Reden, Zeit für Besuche. Sie können telefonisch Kontakt aufnehmen oder aber eine Nachricht in den Briefkasten neben dem Seelsorgeraum (Station C2, Zimmer 224) einwerfen. Auch Schwestern und Pfleger sowie die Mitarbeiter in der Telefonzentrale helfen Ihnen, Kontakt aufzunehmen.
Katholische Seelsorge
Tel.: 06032 931333
Hospizdienst Wetterau:
(Regionalgruppe der IGSL)
Tel.: 06032 927568
Hospizhilfe Wetterau e.V.:
Tel.: 06031 7727633

Alle zur Zeit verwendeten Therapien sind irgendwann einmal im Rahmen einer Studie getestet worden. Dennoch sind wir noch nicht zufrieden mit der Therapie und wollen die Möglichkeiten, mit denen wir unseren Patientinnen helfen können, immer weiter verbessern. Hier sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen, denn ohne Ihr Einverständnis können wir keine Fortschritte in der Krebstherapie erreichen.
Das Wort Studie löst in vielen Frauen zunächst einen Schreck aus, oft kommt einem das Wort „Versuchskaninchen” in den Sinn. Immer wieder hören auch wir von unseren Patientinnen die Frage, ob sie denn jetzt „für die Forschung missbraucht” werden würden. Daher möchten wir Sie zunächst grundsätzlich über Studien informieren.
Jedes Medikament, das einer Patientin gegeben wird, wird zunächst im Labor und im Tierversuch ausgiebig getestet. Hiernach folgen Phase I, dann Phase II Studien, in beiden wird zunächst einer kleinen Gruppe von Patientinnen das Medikament gegeben, in der Phase I etwa 10-20, in der Phase II etwa bis zu 300 Patientinnen.
Unsere Klinik nimmt derzeit nur an Phase III-Studien teil, d.h. alle Medikamente, die wir Ihnen geben, haben bereits alle vorangestellten Phasen durchlaufen und sind ausreichend gesichert worden. In den Phase III-Studien geht es darum herauszufinden, ob das Medikament bei einer großen Zahl Patientinnen einen besseren Erfolg bietet, als die bereits etablierte Standardtherapie. Nur so kann sich in Zukunft die Krebstherapie weiter verbessern und wir können immer mehr Frauen gut durch ihre Erkrankung betreuen.  
Je nachdem, wie Ihre Behandlung aussieht, kommen verschiedene Studien für Sie in Frage. Im Detail wird hierauf noch eingegangen, eine grundsätzliche Einteilung möchten wir Ihnen aber bereits hier vorstellen. Eine medikamentöse Krebstherapie kann bei nicht metastasiertem Brustkrebs entweder vor der Operation oder danach stattfinden. Findet eine Chemotherapie vor der Operation statt, nennt man sie „neoadjuvante Chemotherapie”, findet sie nach der Operation statt heisst sie „adjuvant”. Außerdem gibt es noch Studien zu den verschiedenen Antihormontherapien, die ebenfalls adjuvant zum Einsatz kommen und es gibt Studien, die für metastasierte Frauen in Frage kommen.
Wenn Sie Fragen zu einer der Studien haben, können Sie sich gerne an unsere Studienkoordinatorin Frau Dr. Imhof wenden, entweder unter der E-Mail-Adresse mira.imhof(at)gz-wetterau.de oder über eine Terminvereinbarung in unserer gynäkologischen Ambulanz.

Vorteile der Studienteilnahme für Patientinnen
Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die im Rahmen einer Studie behandelt werden, länger leben und weniger Rückfälle haben. Das kann daran liegen, dass die Überwachung im Rahmen der Studie intensiver ist, vor allem wird es aber daran liegen, dass direkte Vorteile durch die getesteten neuen Medikamete entstehen. In einer Studie werden immer etablierte Therapieformen mit neueren verglichen. Natürlich kann es so sein, dass Sie trotz Ihrer Bereitschaft, an einer Studie teilzunehmen, „nur” das Standardmedikament bekommen – Sie haben aber so immerhin die Chance darauf, eine neuere Therapie zu erhalten. Wir wissen natürlich vor Ende der Studie nicht, ob Ihnen das neue Medikament auch wirklich genutzt hat. Dass Sie aber keine schlechtere Behandlung erfahren als ohne Studienteilnahme, ist Ihnen garantiert – eine solche Studie würde in Deutschland überhaupt nicht zugelassen werden und wir würden Ihnen in diesem Fall auch keine Teilnahme empfehlen.
Außerdem haben wir als Ärzte innerhalb der Studie genaue Vorgaben, wann und wie wir Sie untersuchen müssen. Natürlich behandeln wir auch alle anderen Patientinnen innerhalb eines hohen Standards und haben auch hier enge Richtlinien, wenn Sie aber Sorge diesbezüglich haben, wird Sie der genaue Rahmen einer Studie vielleicht beruhigen können.
Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, sprechen Sie uns hierauf an, wir geben Ihnen gerne nähere Auskünfte und bemühen uns, Ihre Sorgen zu zerstreuen. Auf jeden Fall möchten wir Ihnen versichern, dass die Studienteilnahme Ihre Entscheidung bleibt. Wenn Sie lieber im Rahmen der etablierten Standardtherapie behandelt werden möchten, kommen wir Ihrem Wunsch selbstverständlich nach.

Übersicht über die Studien im Brustzentrum am Hochwaldkrankenhaus
Je nach Situation kommen verschiedene Studien für verschiedene Patientinnen in Frage:

  • neoadjuvante Chemotherapie (Chemotherapie vor der Operation):
    GeparDouze-Studie
    GeparSepto-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
    Impassion031 (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
    FeDeriCa-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
  • adjuvante Chemotherapie (Chemotherapie nach der Operation):
    Gain2-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
    Aphinity-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
     
  • weitere Studien:
    KeyLynk 009-Studie
    SENTA-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
    PenelopeB-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)
    SenSzi-Studie (Rekrutierung abgeschlossen; es werden keine neuen Patientinnen mehr aufgenommen)

Weitere Studien werden bald beginnen, dann werden wir natürlich neuere Informationen zur Verfügung stellen. Zunächst können Sie sich auf den folgenden Seiten informieren, worum es in den Studien geht. 

Bei weiteren Fragen können Sie uns selbstverständlich jederzeit ansprechen (siehe Kontaktbox rechts).
 

Nachsorge

Nach Abschluss der Primärbehandlung folgt die Nachsorge. Durch die Nachsorge, die in den ersten Jahren alle drei Monate und dann halbjährlich erfolgt, sollen Rezidive (Wiederauftreten der Tumorerkrankung) und Zweitkarzinome in der anderen Brust möglichst früh erkannt und behandelt werden und außerdem Nebenwirkungen der Therapie mit dem Ziel einer optimalen Lebensqualität der Patientin entgegengewirkt werden. Die Nachsorge findet im Regelfall durch die behandelnden Frauenärztinnnen und Frauenärzte statt.

Onkozert

Einen Nachweis unserer Kompetenz in der Behandlung von Erkrankungen der Brust liefert ein spezielles Brustkrebs-Siegel, das so genannte OnkoZert. Das Brustzentrum Bad Nauheim hat es im August 2009 erstmals erhalten und wird seither regelmäßig re-zertifiziert.

OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) die Zertifizierung von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren gemäß entsprechender fachlicher Anforderungen betreut. Ziel der DKG und weiterer medizinischer Fachgesellschaften, wie z.B. der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS), ist es, die Entstehung von onkologischen Zentren mit einem festgelegten qualitativen Anspruch auf freiwilliger Basis zu fördern und somit die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten zu verbessern.

Eine ganzheitliche Versorgung dieser Patienten ist nur durch ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher medizinischer und pflegerischer Fachrichtungen möglich, in dem diese ihre Arbeit gegenseitig auf die optimale Patientenversorgung ausrichten. Die medizinischen Fachgesellschaften haben für ausgewählte Organe (Brust, Darm, Prostata, …) spezifische fachliche Anforderungen festgelegt. Für onkologisch spezialisierte Gesundheitseinrichtungen besteht seither die Möglichkeit, die Erfüllung dieser Anforderungen durch OnkoZert im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens überprüfen zu lassen.

Zu den Anforderungen, die vor Erhalt des OnkoZerts erfüllt werden müssen, gehören insgesamt 150 Erstoperationen pro Jahr und Klinik, 50 Erstoperationen pro Jahr und Operateur, die interdisziplinäre Besprechung aller behandelten Fälle in einer Tumorkonferenz und das Abhalten regelmäßiger Fortbildungen und Qualitätszirkel für alle an der Therapie beteiligten Arztgruppen sowie für das Pflege- und Funktionspersonal.

Weitere Informationen über OnkoZert finden Sie auf der Website der Zertifizierungsstelle.

Sie haben Fragen zu OnkoZert? Rufen Sie uns gerne an (siehe Kontaktbox rechts).
 

Infomaterial

Wir hoffen, dass wir auf unseren Webseiten für Sie nützliche Informationen zusammengetragen haben. Für einige unserer Angebote und Veranstaltungen haben wir Flyer erstellt, die Sie sich bei einem Besuch im Hochwaldkrankenhaus gerne mitnehmen können.

In unserem Downloadbereich haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, pdfs dieser Flyer herunterzuladen. Sie finden diese im Abschnitt "Brustzentrum".

>> zum Download

Sollten Sie an einem familiären Mammakarzinom erkrankt sein oder befürchten, dass Ihre Familie betroffen sein könnte, empfehlen wir Ihnen zudem folgende Website: brca-netzwerk.de.

Viele Informationen enthält auch der Patientenratgeber, der von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) herausgegeben und jährlich aktualisiert wird.

Sollten Sie noch Rückfragen haben oder weitere Informationen wünschen, so wenden Sie sich bitte jederzeit gerne telefonisch oder per E-Mail an uns (siehe Kontaktbox rechts).

Kooperationspartner

Hier finden Sie eine Übersicht der Kooperationspartner unseres Brustzentrums:

Praxis für Hämatologie und Onkologie, Priv.-Doz. Dr. med. G.-André Banat, Facharzt- und Servicezentrum am Hochwaldkrankenhaus, Chaumontplatz 1, 61231 Bad Nauheim

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Medizinische Klinik IV + V des Universitätsklinikums Gießen-Marburg, Prof. Dr. Dr. med. Friedrich Grimminger
Klinikstr. 33, 35392 Gießen

Centrum für Humangenetik, Dr. Simone Sauter, Kurt-Schumacher-Str 11, 35440 Linden 
Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, Universität Köln, Prof. Dr. Rita K. Schmutzler, Kerpener Str. 34, 50931 Köln

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Brustwarzenhof- (Mamillen-)Rekonstruktion, Susanne Wagner, Griedeler Str. 2, 35510 Butzbach

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Praxis für Nuklearmedizin, Priv.-Doz. Dr. med. Rigobert Klett, Paul-Zipp-Str. 171, 35398 Gießen  
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Praxis für Nuklearmedizin, Dr. med. Klaus D. Müller, Benekestr. 2-8, 61231 Bad Nauheim  
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Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin, PD Dr. Marcus Henze/Dr. Montag, Kaiserstr. 145-147, 61169 Friedberg 
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Pathologie
Überregionale Gemeinschaftspraxis MVZ Institut für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie GbR, Prof. Dr. med. M. Anlauf • Dr. med. I. Boeck
Dr. med. Ch. Dierkes • Dr. med. R. Eschmann
Prof. Dr. med. L. Fink • Dr. med. Dipl. hum. biol. U. Stahl
Dr. med. F. Steinmüller • Prof. Dr. med. A. Warth
Forsthausstrasse 1, 35578 Wetzlar, Forsthausstrasse 1, 35578 Wetzlar

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Gemeinschaftspraxis für Plastische Chirurgie, Dr. Gisbert Holle, Dr. Oliver Wingenbach, Oeder Weg 2-4, 60318 Frankfurt 
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Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Lara Just-Kovac, Dr. Alberto Peek, Schulstr. 5, 60594 Frankfurt
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Psychoonkologie am GZW, Sabine Pflügel, Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Chaumontplatz 1, 61231 Bad Nauheim 
Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie, MVZ am Hochwald Bad Nauheim, Chaumontplatz 1, 61231 Bad Nauheim

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Sanitätshaus Kaphingst, Facharzt- und Serivezentrum am Hochwaldkrankenhaus, Chaumontplazt 1, 61231 Bad Nauheim
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Sanitätshaus Winter, Thomas Winter, Friedrich Str. 2a, 61231 Bad Nauheim 
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  • Frauenselbsthilfe Krebs - Landesverband Hessen e.V. -, Angela Beck » zur Website

Ortsgruppen der FSH Krebs in Bad Nauheim und Umgebung:

  • Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Bad Nauheim, Birgit Kalina, Tel. 06035 207188, E-Mail senden
  • Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Büdingen, Alexandra Prues, Tel.: 0157 36842648, E-Mail senden
  • Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Nidda, Nicole Bier, Tel.: 06043 8023035, 0171 9935053, E-Mail senden
  • Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Lich (Gruppe in Gründungsphase), Ellen Schmidkunz, Tel.: 0174 3204141

Strahlentherapie/Radioonkologie, Lahn-Dill-Kliniken, Dr. med. Wolfram Wannack, Forsthausstr. 1, 35578 Wetzlar 
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Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Gießen-Marburg, Standort Gießen, Prof. Dr. med. Rita Engenhardt-Cabilic, Klinikstr. 33, 35392 Gießen
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Abteilung Strahlentherapie, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Taunus GmbH, Hochtaunus-Kliniken, Dr. med. Claudia Hartmann, Zeppelinstr. 20, 61352 Bad Homburg
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Institut für Radioonkologie und Strahlentherpie, Klinikum Hanau, Prof. Dr. med. Dietmar Zierhut, Leimenstraße 20, 63450 Hanau
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Klinik für Radioonkologie, Krankenhaus Nordwest, Priv.-Doz. Dr. med. Michael van Kampen, Steinbacher Hohl 2-26, 60488 Frankfurt
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Palliativstation, Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Dr. med. Thorsten Fritz, Chaumontplatz 1, 61231 Bad Nauheim
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Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV), Dr. med. Bastian Eul, Schlossplatz 4, 35510 Butzbach
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Hospiz Mittelhessen gGmbH, Haus Emmaus, Monika Stumpf, Charlotte-Bamberg-Str 14, 35578 Wetzlar 
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